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Geburt, Phasen der Geburt und Geburtsvorbereitung

Der Beginn der Geburt kündigt sich meist durch ziehende Schmerzen im Rücken an, diese ersten Anzeichen können wieder aufhören

Am besten fangen Sie im siebten Monat Ihrer Schwangerschaft mit einer gezielten Geburtsvorbereitung an. Der Aufwand lohnt sich. Zahlreiche Studien belegen, dass es bei gut vorbereiteten Frauen seltener zu Frühgeburten und Schwangerschaftshochdruck kommt, dass die Geburt sich verkürzt, weniger Schmerzmittel gebraucht werden und geburtshilfliche Operationen weniger häufig sind. Welche Methode der Vorbereitung Sie wählen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie sich gut begleitet fühlen und das Angebot Ihren Bedürfnissen entspricht.

 

Geburt, Phasen der Geburt und Geburtsvorbereitung

 

Was eine Geburtsvorbereitungsgruppe bieten soll:

  • Gespräche über Fragen, Ängste, Sorgen, mögliche geburtshilfliche Eingriffe, veränderte Lebensumstände, gesunde Ernährung usw.
  • Gymnastik zur Lockerung Ihres Körpers, damit er für die Anstrengungen der Geburt gut trainiert ist.
  • Entspannungsmethoden und Atemtechniken. Auch hier ist es nicht wichtig, dass Sie sich an eine bestimmte Technik halten. Finden Sie heraus, womit Sie sich wohlfühlen.

 

Die Geburt

Die Geburt Ihres Kindes ist ein Erlebnis, das Sie nach Ihren eigenen Wünschen gestalten sollten. Mit oder ohne Partner, technisch oder sanft, natürlich oder mit medizinischen Hilfsmitteln – Sie können weitgehend selbst entscheiden, wo und wie Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. Inzwischen gibt es in vielen Städten ein vielfältiges Angebot. Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig informieren und wissen, was Sie wollen. Es ist schwer, erst mit beginnenden Wehen seine Wünsche durchzusetzen.

 

Wahl des Orts

Der beste und damit auch der sicherste Ort, Ihr Kind zur Welt zu bringen, ist der Platz, an dem Sie sich am wohlsten fühlen. Ob das im Krankenhaus ist, ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis oder zu Hause, können nur Sie selbst (und eventuell Ihr Partner) entscheiden. Es gibt wenige Einschränkungen, die Ihnen keine freie Wahl lassen.

 

Geburt im Krankenhaus

Die meisten Kinder kommen im Krankenhaus zur Welt. Die Qualität der geburtshilflichen Abteilungen ist allerdings so unterschiedlich, daß es sich lohnt, einen Vergleich zu ziehen.

Haben Sie keine Hemmungen, genaue Fragen zu stellen. Es geht um Ihr Geburtserlebnis.

 

Ambulante Geburt

Wenn Sie mit Ihrem Baby möglichst schnell wieder nach Hause möchten, dann eignet sich für Sie eine Geburt in Krankenhäusern, privaten Entbindungsheimen oder Arzt-Praxen, die darauf eingestellt sind, Mutter und Kind wenige Stunden nach der Entbindung zu entlassen.

Manche Krankenhäuser erlauben den Frauen inzwischen, Ihre eigene Hebamme mitzubringen. Falls es in Ihrer Nähe keine Möglichkeit zu einer ambulanten Geburt gibt, können Sie immer noch – sofern es Ihnen und Ihrem Kind gut geht – das Krankenhaus auf eigenen Wunsch verlassen. In jedem Fall brauchen Sie eine Hebamme, die Sie zu Hause nachbetreut.

 

Hausgeburt

In den Niederlanden wird ein Drittel aller Kinder zu Hause geboren. Bei uns kommt nur eines von hundert Babys in der vertrauten Umgebung seiner neuen Familie zur Welt. Dabei ist eine gut vorbereitete Hausgeburt genauso sicher wie eine Entbindung im Krankenhaus, wenn Sie einige wichtige Punkte beachten:

  • Eine Hausgeburt eignet sich nur dann für Sie, wenn Sie vollkommen gesund sind und eine komplikationslose Geburt erwarten dürfen.
  • Sie müssen sich mit Ihrer Entscheidung wohl und sicher fühlen.
  • Sie brauchen eine gute Geburtsvorbereitung.
  • Die Hebamme ist Ihre Hauptbezugsperson während der Geburt. Finden Sie eine, der Sie vertrauen, und die Sie noch zehn Tage nach der Geburt betreut.
  • Der Transport ins nächste Krankenhaus darf nicht länger als 20 Minuten dauern.

 

Unterstützung bei der Geburt

Überlegen Sie sich gut, wen Sie bei Ihrem großen Ereignis dabeihaben wollen, wer Sie am besten unterstützen kann.

Die meisten Frauen schätzen es, wenn in ihrer „schweren Stunde“ der Partner dabei ist. Aber vielleicht gibt es keinen Partner, oder er fühlt sich der Situation nicht gewachsen. Dann ist es besonders wichtig, dass Sie sich mit der Frage des passenden Beistands auseinandersetzen.

Sie tun sich nichts Gutes, wenn Sie jemanden nur deshalb dazu bitten, weil Sie ihm damit einen Gefallen tun wollen. Schließlich geht es um Sie und Ihr Baby! Ideal ist es, wenn Sie Ärztin, Arzt und Hebamme schon vor der Geburt kennenlernen können. In großen Krankenhäusern mit wechselnden Diensten ist das allerdings meistens schwierig.


Phasen der Geburt

Eröffnungsphase

Der Beginn der Geburt kündigt sich meist durch ziehende Schmerzen im Rücken an. Diese ersten Anzeichen können wieder aufhören oder sich in unregelmäßigen Abständen über Stunden und Tage hinziehen.

Wenn die Geburt näher rückt, drücken die oberen und seitlichen Muskeln der Gebärmutter immer regelmäßiger auf das Baby und schieben es dadurch in Richtung Muttermund. Solange Ihre Wehen im Abstand von 10 bis 20 Minuten kommen, können Sie zu Hause bleiben, wenn
Sie sich wohl fühlen, Entspannung in der vertrauten Umgebung kann Ihre Eröffnungszeit verkürzen. Wie lange Ihr Baby braucht, um sich seinen Weg zu bahnen, ist nicht genau zu bestimmen.

Manchmal genügen sechs Stunden, beim ersten Kind kann es aber auch 16 Stunden dauern, bis der Muttermund zur Geburt bereit ist.

Falls Sie Ihr erstes Kind erwarten, fürchten Sie sich nicht, dass Sie zu spät ins Krankenhaus fahren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Sie bis zur Geburt noch mindestens drei bis vier Stunden Zeit haben.

 

Fahren Sie ins Krankenhaus oder verständigen Sie Ärztin, Arzt und/oder Hebamme, wenn

  • die Wehen regelmäßig alle fünf Minuten auftreten.
  • die Fruchtblase gesprungen ist (Blasensprung). Sie müssen sich rasch hinlegen (nicht mehr duschen oder einpacken) und, falls Sie keine Hausgeburt geplant haben, sich liegend ins Krankenhaus bringen lassen. Es könnte sonst passieren, dass die Nabelschnur beim Abfließen des Fruchtwassers in die Scheide gespült wird und die Atmung des Babys behindert wird. Wenn Ärztin oder Arzt durch eine Untersuchung festgestellt haben, dass die Nabelschnur nicht vorgefallen ist und der Kopf die Scheide abdichtet, dürfen Sie sofort wieder aufstehen.
  • Sie ungewöhnliche Schmerzen haben, die nicht wie Wehen in regelmäßigen Abständen kommen und wieder abklingen.
  • Blutungen auftreten, die nicht durch das Lösen des gallertartigen Schleimpfropfens, der die Gebärmutter bis zur Geburt verschließt, verursacht werden.

 

Übergangsphase

Der Muttermund ist jetzt vollständig eröffnet, die Wehen kommen in kurzen, oft unregelmäßigen Abständen und sind meistens sehr schmerzhaft. Wahrscheinlich spüren Sie schon einen heftigen Drang zu pressen, sollen ihm aber noch nicht nachgeben. Diese üblicherweise kurze Phase der Geburt wird von fast allen Frauen als unangenehm empfunden.


Die letzte Geburtsphase

Jetzt ist es Zeit, dass Sie Ihrem Baby durch Pressen ans Licht der Welt helfen. Jahrzehntelang wurden Frauen dazu angeleitet, tief Luft zu holen und mit großer Anstrengung das Kind herauszudrücken. Besser ist es meist, wenn Sie Ihren eigenen Rhythmus finden.

Es hat sich gezeigt, dass die meisten Frauen, die nicht gezwungen werden, einer bestimmten Technik zu folgen, kürzer pressen und längere Pausen machen, als üblicherweise vom Krankenhauspersonal angeordnet wird. In diesen Pausen können Sie sich erholen, und Ihr Baby wird besser mit Sauerstoff versorgt.

Die in vielen Krankenhäusern noch immer übliche Rückenlage der Frauen erschwert die Geburt. Einfacher und schonender sind Gebärhaltungen, bei denen der Druck des kindlichen Kopfes hilft, den Muttermund aufzudehnen.

Einige Zeit nach der Geburt wird mit der letzten Wehe der Mutterkuchen (Plazenta) geboren. Ob die Nachgeburt nach 15 Minuten oder nach einer Stunde kommt, ist nicht von Bedeutung, solange keine Gebärmutterblutung auftritt.

 

Abnabeln

In vielen Krankenhäusern ist es immer noch üblich, die Nabelschnur eines gesunden Babys sofort nach der Geburt zu durchtrennen. Es gibt keinen medizinischen Grund dafür. Im Gegenteil: Für das Baby ist es einfacher, sich an die Lebensbedingungen außerhalb des Mutterleibes anzupassen, wenn zum Schock der Geburt nicht fast gleichzeitig der Schock der Abnabelung hinzukommt.

Besonders wichtig wäre diese sanfte Behandlung für Kinder in schlechtem Zustand (zum Beispiel Frühgeborene). Das erfordert allerdings ein Umdenken in der Krankenhausroutine.

Derzeit werden fast überall kranke oder schwache Säuglinge sofort abgenabelt und zu den entsprechenden Notfalleinrichtungen gebracht. Besser wäre es, die Geräte zum nicht abgenabelten Säugling zu bringen. Wesentlich ist allerdings, dass das Neugeborene tiefer
als der Mutterkuchen gelagert wird, damit das Blut zu ihm fließen kann.

Nur bei ganz seltenen Bluterkrankungen und bei einer Rhesusunverträglichkeit von Mutter und Kind ist eine sofortige Abnabelung notwendig.

 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nehmen Sie sich Zeit für das Wunder. Ihr Baby ist da und braucht Ruhe und Geborgenheit. Nicht immer wird in Krankenhäusern darauf Rücksicht genommen. Oft werden Neugeborene nach kurzer Zeit gemessen, gewogen und untersucht. Dabei gibt es keinen Grund, ein gesundes Kind nach der Geburt von seiner Mutter (den Eltern) zu trennen. Alle Erst-Untersuchungen nach dem sogenannten „Apgar-Score“, die Aufschluss über Aussehen, Atmung, Herzfrequenz, Reflexe und Muskelaktivität geben, sind auch möglich, während das Neugeborene auf dem Bauch oder im Arm der Mutter liegt. Alle anderen Untersuchungen können nach ein paar Stunden gemacht werden.

Wehren Sie sich, wenn Ihr Kind sofort gewaschen und angezogen wird, weil es unterkühlen könnte. Sie sind der beste Wärmespender für das Baby. Alles, was Sie brauchen, ist eine Decke. Jetzt sollten Sie das Kind auch zum ersten Mal an die Brust legen. Es lernt sofort zu saugen.

Die Vormilch, die es dabei bekommt, ist besonders nahrhaft. Vielleicht möchte Ihr Partner das Baby baden, während Sie sich ausruhen.

Wählen Sie ein Krankenhaus, das den ersten Kontakt der neuen Familie respektiert.

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Geburtslage des Kindes, Schädellage, Beckenendlage

Ungefähr 94 Prozent der Babys werden mit dem Kopf zuerst geboren. Diese Geburtslage ist ideal für Mutter und Kind, weil der Kopf den Weg bahnen kann

In den ersten Monaten kann das Baby sich im Bauch noch frei bewegen. Doch dann wird es zunehmend enger in der Gebärmutter. Um die 32. Woche haben 90 Prozent der Kinder ihre endgültige Geburtslage eingenommen. Die restlichen zehn Prozent „überlegen“ sich noch bis zur 37. Woche, wie sie zur Welt kommen möchten, und einige verändern sogar noch kurz vor der Geburt ihre Lage oder werden mit verschiedenen Techniken dabei unterstützt.

 

Geburtslage des Kindes, Schädellage, Beckenendlage

 

Schädellage

Ungefähr 94 Prozent der Babys werden mit dem Kopf zuerst geboren. Diese Geburtslage ist ideal für Mutter und Kind, weil der Kopf den Weg bahnen kann und die Scheide sich leichter dehnt.

 

Beckenendlage (Steißlage)

Die Angst vieler Frauen (und Ärztinnen) vor der Steißlage ist unbegründet. Das Risiko für Mutter und Kind ist durch diese Geburtslage nur leicht erhöht. Der schmale Körper muß sich zuerst den Weg bahnen, die Geburt dauert meistens länger. Die häufig geübte Praxis, zur „Sicherheit“ einen Kaiserschnitt zu machen, ist falsch. Das Risiko für das Kind wird durch den Kaiserschnitt nur in genau definierten Fällen vermindert. Manchmal gelingt es auch, das Kind zu wenden. Machen Sie aber auf keinen Fall Versuche ohne Anleitung durch die Hebamme, Ärztin oder Arzt.

 

 

Geburtslagen

 

SchädellageSchädellage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GesichtslageGesichtslage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BeckenendlageBeckenendlage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „indische Brücke“

Bauch und Becken werden täglich zweimal zehn Minuten lang in etwa 25 bis 30 Zentimeter Höhe gelagert. Kopf und Beine sollen möglichst entspannt nach unten hängen. Die Bauchdecke wird dadurch straff gespannt. Eine unangenehme Haltung für Mutter und Kind. Angeblich ist das auch der Grund, warum sich einige Kinder umdrehen: sie finden diese Position zu unbequem.


Die „sanfte Wende“

Hierbei handelt es sich um eine neue Methode, das Kind zur Umkehr zu bewegen. Manchmal führen körperliche und seelische Anspannung zu Verspannungen, die so stark sind, daß das Kind sich nicht mehr drehen kann. Gespräche, Massagen und gezielte Übungen sollen das Gewebe lockern, damit sich das Baby drehen kann.


Die „äußere Wende“

Hier versuchen Ärztin oder Arzt mit beiden Händen von außen, das Kind zu drehen. Der Versuch kann riskant sein (z. B. wenn die Nabelschnur zu kurz ist) und muß mit großer Vorsicht von erfahrenen Geburtshelferinnen gemacht werden.


Querlage

Nur 0,5 Prozent aller Kinder liegen zum Geburtstermin in Querlage. Eine Geburt ist nur mit Kaiserschnitt möglich. Wie bei der Beckenendlage können auch hier Ärztin, Arzt oder Hebamme versuchen, das Kind zu drehen. In jedem Fall sollten Sie und Ihre Geburtshelfer respektieren, wenn Ihr Baby sich nicht wenden möchte.

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Überwachung der Geburt mit verschiedenen Methoden

Routinemaßnahmen während der Geburt und Überwachung der Geburt, mit elektronischer Überwachung oder dem althergebrachten Hörrohr, das wieder in Mode kommt

Das Wort „Überwachung“ sagt es schon: Ein „gefährlicher“ Vorgang soll kontrolliert werden. Viele Eingriffe, die Frauen bei ihrer Geburt erleiden müssen, sind Folgen dieser Überwachung, die immer wieder zu Maßnahmen verleitet, die entweder falsch oder zumindest nicht notwendig sind.

 

Überwachung der Geburt mit verschiedenen Methoden

 

Herzton-Wehen-Schreiber (Kardiotokograf. CTG)

Die elektronische Überwachung der kindlichen Herztöne wird in vielen Krankenhäusern an allen Frauen angewandt, obwohl sie nutzlos ist. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die routinemäßige Anwendung einen positiven Einfluss auf das Geburtsergebnis hat. Dafür mehren sich bei elektronischer Dauerüberwachung Eingriffe wie Kaiserschnitt, Zangengeburt und Saugglocke, weil öfter „verdächtige Herztöne“ festgestellt werden. Aus diesem Grund sollte der Herzton-Wehen-Schreiber nur in sorgfältig ausgewählten Risikofällen angewandt werden.

 

Ultraschalldoppler

Bei einer „sanften Geburt“, die der Frau maximale Freiheit in ihren Bewegungen erlaubt und elektronische Dauerüberwachung durch optimale Betreuung ersetzt, verwenden Hebamme und Ärzte häufig ein tragbares Ultraschallgerät. das die Herztöne des Kindes hörbar macht.

 

Hörrohr (Stethoskop)

Das althergebrachte Hörrohr kommt wieder in Mode. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation zum Beispiel bei einer normalen Geburt statt elektronischer Dauerüberwachung das Abhören der kindlichen Herztöne mit Hilfe eines Holzstethoskops.

Anhand von 13 000 Geburten, bei denen die Hälfte der Frauen auf diese Weise und die andere Hälfte elektronisch überwacht wurde, konnte nachgewiesen werden, dass es keinen Unterschied in der Qualität der Ergebnisse gab. Das Hörrohr hat den Vorteil, dass es keine Ultraschallwellen braucht, die sowohl beim Kardiotokografen als auch beim Ultraschalldoppler vorkommen.

 

Routinemaßnahmen während der Geburt

Nicht immer geht es bei der Geburt um das Wohl von Mutter und Kind, wenn Hebammen und/oder Ärzte Routinemaßnahmen vornehmen. Manches ist althergebracht, anderes dient der Bequemlichkeit und entbehrt der medizinischen Begründung.


Rasieren der Schamhaare

Immer noch werden in Krankenhäusern vor der Geburt die Schamhaare rasiert, obwohl diese Maßnahme medizinisch nicht zu rechtfertigen ist. Das Argument, dass beim Nähen einer Dammnaht Haare in die Wunde kommen, die eine Infektion hervorrufen können, ist längst widerlegt.


Einlauf

Mit einem Einlauf oder einem Abführzäpfchen werden viele Frauen auf die Geburt vorbereitet, obwohl auch das nicht notwendig ist. Stuhl, der bei der Geburtsarbeit abgeht, mag für die Helferinnen ein ästhetisches Problem sein, sicher ist es aber kein medizinisches oder hygienisches.

 

Essen und Trinken

Meist dürfen Frauen, sobald die Wehen begonnen haben, nichts mehr zu sich nehmen. Der Grund dafür ist die Vorbereitung auf eine möglicherweise notwendige Narkose. Wenn man bedenkt, dass mindestens 90 Prozent aller Frauen keinen operativen Eingriff zu erwarten haben, dann ist diese Maßnahme als generelle Lösung nicht zu rechtfertigen.

Leicht verdauliche Speisen (Suppen, Weißbrot usw.) sind vor allem dann zu empfehlen, wenn die Geburt länger dauert, damit die Gebärende bei Kräften bleibt. In manchen Krankenhäusern wird den Frauen als Ersatz ein „Glukosetropf“ angehängt. Eine Infusion mit einer Zuckerlösung soll den Kalorienmangel ersetzen. Diese Maßnahme ist bei einer normalen Geburt abzulehnen. Der Tropf schränkt die Bewegungsfähigkeit ein und vermittelt das Gefühl, krank und abhängig zu sein.

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Natürliche Geburtserleicherungen können helfen

Viele Natürliche Geburtserleicherungen können Ihnen helfen, den Schmerz besser zu verarbeiten und die Geburt Ihres Kindes zu beschleunigen

Meistens brauchen Frauen, die sich frei bewegen können, weniger Schmerzmittel und haben seltener operative Eingriffe während der Geburt. Wenn Sie also Lust haben umherzugehen, dann sollten Sie das unbesorgt tun. Ihr Baby kann so besser mit dem Kopf auf den Muttermund drücken und damit die Geburt beschleunigen.

 

Natürliche Geburtserleicherungen können helfen

 

Lagewechsel

Der Wechsel zwischen verschiedenen Positionen (Sitzen, Stehen, Hocken, Knie-Ellenbogen-Lage, Liegen usw.) ist für viele Frauen angenehm. Die Wehen Tätigkeit nimmt durch den häufigen Lagewechsel ab, dafür verdoppelt sich ihre Wirksamkeit. Das verkürzt die Eröffnungsphase.


Warme Bäder

Die Schmerzempfindlichkeit ist in warmem Wasser wesentlich geringer. Trotzdem lehnen viele Ärzte dieses bewährte Entspannungsmittel ab. Wohl aus Angst, dass das Baby im Wasser zur Welt kommen könnte. Diese Angst ist unbegründet. Selbst wenn das Kind eine ungeplante Geburt im Wasser erlebt, kann ihm nichts geschehen. Es beginnt erst zu atmen, wenn es aus dem Wasser gehoben wird. Auch eine höhere Infektionsrate bei der Mutter ist nicht zu befürchten.

In einigen Krankenhäusern und Entbindungsheimen werden Geburten im Wasser gefördert oder sogar geplant. Die Erfahrungen damit sind ausgezeichnet.

 

Massagen

Massagen vom Partner oder einer anderen Bezugsperson tun Ihnen wahrscheinlich gut. Es gibt einige einfache Handgriffe, die leicht zu erlernen sind und die den Geburtsschmerz lindern können.

 

Kreuzbeinmassage

Über dem Gesäß befinden sich einige Zentimeter von der Wirbelsäule entfernt zwei kleine Grübchen. Eine kräftige Druckmassage mit Daumen oder Knöcheln kann besonders in der Übergangsphase angenehm sein.


Reflexzonenmassage

Knapp unter dem Rippenbogen, vier Querfinger rechts und links der Wirbelsäule wird die Haut durch großflächiges kräftiges Reiben so lange gereizt, bis sie gerötet ist.


Bauchmassage

Eine Massage des Bauchs, in der Mitte hoch und an den Seiten herunter, empfinden viele Frauen als angenehm.


Schenkelmassage

Diese Massage hilft besonders, wenn die Scheide verspannt ist. An den Innenseiten der Oberschenkel in Richtung Knie streichen, am besten im Atemrhythmus der Frau. Es kann immer wieder Phasen geben, in denen Sie vielleicht gar nicht berührt werden wollen. Manche Frauen empfinden im letzten Geburtsabschnitt Massage unangenehm. Zögern Sie nicht, Ihren Partner darauf aufmerksam zu machen.


Akupunktur, Autogenes Training, Yoga, Hypnose

Sie sind sanfte Methoden der Geburtserleichterung, die alle nur von speziell geschulten Fachleuten angewandt und gelehrt werden sollten.

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Medizinische Geburtserleichterungen z.B. Medikamente

Fast alle Medizinische Geburtserleichterungen haben Nachteile für das Kind, trotzdem kann man sie nicht generell ablehnen

Medikamente: Alle Medikamente, die Sie während der Geburt einnehmen, gelangen über den Mutterkuchen zu Kind. Das am häufigsten verabreichte schmerzstillende und entkrampfende Mittel Pethidin (z. B. Dolantin [D], Alodan [Ö] kann zu Wehenschwäche und Atemproblemen des Säuglings führen. Unmittelbar vor der Geburt sollten Sie kein Pethidin mehr bekommen, weil das Baby vier Stunden braucht, um nur die Hälfte der verabreichten Menge abzubauen.

 

Medizinische Geburtserleichterungen z.B. Medikamente

 

Eingriffe zur Schmerzbetäubung

Es gibt verschiedene Methoden, die Schmerzen während der Geburt zu betäuben oder auszuschalten. Solche Eingriffe in den Geburtsablauf sind allenfalls in Einzelfällen zweckmäßig, wenn die Belastung durch die Geburt größer ist als die durch das Medikament. In der Regel sind sie jedoch nicht sinnvoll: Gerade die Phase, in der das Kind die Scheide und den Damm passiert, wird von den meisten Frauen zwar als schmerzhaft, aber durch die kurze Dauer und die aktive Mitarbeit beim Pressen als wenig belastend empfunden.

 

Pudendusblockade

Es wird ein Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in die Gegend des Sitzbeinhöckers gespritzt. Dadurch wird die Nervenleitung des Schamnervs (Nervus pudendus) zu den äußeren Genitalien unterbrochen und damit der Schmerz gemildert.

Es ist nicht sinnvoll, diesen Eingriff für einen Scheidendammschnitt oder zu einer Saugglocken – oder Zangengeburt zu verwenden. Die Betäubung des Dammes ist genauso wirksam.

 

Damminfiltration

Ein lokal wirkendes Betäubungsmittel wird dort in den Damm gespritzt, wo der Dammschnitt erfolgen soll. Dieser Eingriff ist nur bei einem vorzeitigen Scheidendammschnitt notwendig, sonst wird ohne Narkose während einer Wehe geschnitten. Die Infiltration des Dammes eignet sich auch zum Nähen des Dammschnitts. Der Eingriff ist harmlos, Nebenwirkungen sind selten.


Parazervikalblockade

Meiden Sie Krankenhäuser, die diese Methode anwenden. Das Kind kann dadurch geschädigt werden.

 

Lachgas

Lachgas bewirkt einen narkoseähnlichen, schmerzarmen Zustand und macht Sie unfähig, bei der Geburt Ihres Kindes aktiv mitzuarbeiten. Diese Methode ist längst veraltet und sollte nicht mehr angewandt werden.

 

„Schmerzlose Geburt“

( Peridural – oder Epiduralanasthesie)

Unter diesem verführerischen Namen hat eine Methode weite Verbreitung gefunden, die für Sie und Ihr Kind große Nachteile hat. Dazu wird ein Betäubungsmittel in den Wirbelkanal gespritzt, das den Unterleib durch Lähmung schmerzunempfindlich macht.

 

Die Folgen sind gravierend:

  • Die Geburt muss intensiv überwacht werden, weil der Blutdruck sinkt.
  • Oft muss ein Wehentropf angehängt werden.
  • Sie spüren keinen Preßdrang und lassen das Baby mit der Geburtsarbeit allein. Dadurch dauert die Austreibungsphase wesentlich länger.
  • Zangen – und Saugglockengeburten sind wesentlich häufiger.
  • Tagelange Kopfschmerzen oder Lähmungen in den Beinen sind keine Seltenheit

Eine Peridural – oder Epiduralanästhesie ist nur dann sinnvoll, wenn Sie große Angst vor der Geburt haben oder wenn sie als Ersatz für eine Narkose beim Kaiserschnitt dient.

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Scheidendammschnitt und Öffnen der Fruchtblase

Obwohl der Scheidendammschnitt chirurgisch gesehen ein kleiner Eingriff ist, gehört er zu den unangenehmen Belastungen nach der Geburt

Seine Folgen sind noch über Wochen, manchmal Monate spürbar: Beschwerden beim Sitzen, Brennen beim Urinieren, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Trotzdem wird an vielen Krankenhäusern noch immer ohne medizinische Notwendigkeit routinemäßig ein Dammschnitt gemacht. Ein Schnitt heilt nicht besser als ein Riss, obwohl man lange Zeit dieser Ansicht war, und schwere Dammrisse, die weit in das Gewebe hineinreichen, sind selten.

Wenn Sie während der Schwangerschaft den Damm, den Scheideneingang und die Schamlippen mit Weizenkeimöl geschmeidig massieren, kann sich Ihr Gewebe bei der Geburt besser dehnen. Außerdem sollte Ihre Hebamme wissen, wie man einen guten „Dammschutz“ macht.

 

Scheidendammschnitt und Öffnen der Fruchtblase

 

Ein Scheidendammschnitt ist gerechtfertigt, wenn

  • das Kind kurz vor dem Austritt aus der Scheide an Sauerstoffmangel leidet,
  • das Kind nicht ausgereift und daher wenig belastbar ist (Frühgeburt).
  • das Kind in Beckenendlage zur Welt kommt.
  • sich der Damm schlecht dehnt.
  • eine Saugglocken – oder Zangengeburt notwendig ist.
  • die Mutter aus medizinischen Gründen nicht pressen darf (Herz-, Augenleiden usw.).

 

Techniken des Scheidendammschnitts

Ein mittlerer Scheidendammschnitt (mediane Episiotomie) ist für Sie viel angenehmer als ein seitlicher (laterale Episiotomie).

Die Wunde befindet sich am weniger empfindlichen Damm, ist kleiner und heilt leichter. Trotzdem bevorzugen manche Ärzte den seitlichen Scheidendammschnitt, weil der After nicht so leicht verletzt werden kann. Gerechtfertigt ist diese Technik aber nur bei Steißlagen, Zangen – oder Saugglockengeburten oder wenn der Damm kurz ist.

 

Zange und Saugglocke

Manchmal muß die Geburt rasch beendet werden, weil die Herztöne des Kindes zu langsam werden oder weil die Mutter schon zu erschöpft ist, um zu pressen. Aber auch wenn das Baby in der ungünstigen Kopflage zur Welt kommt, ist Hilfe von außen notwendig.

Ob Ihre Geburtshelfer sich für die Zange oder Saugglocke entscheiden, hängt davon ab,womit sie mehr Übung haben. Wissenschaftlich ist nicht geklärt, welche Methode besser ist. Die Zange kann dazu verleiten, zu früh einzugreifen, weil man mit ihr den kindlichen Kopf auch dann fassen kann, wenn er noch nicht am Beckenausgang steht.

 

Öffnen der Fruchtblase (Blasensprengung, Amniotomie)

Je länger die Fruchtblase intakt bleibt, desto schonender die Geburt. Meist springt sie am Ende der Eröffnungsphase von allein.

Viele Geburtshelfer können diesen Zeitpunkt jedoch nicht erwarten und stechen die Fruchtblase schon auf, wenn der Muttermund kaum fünf Zentimeter geöffnet ist. Dadurch verstärken sich die Wehen. Einrisse am Muttermund und eine stärkere Belastung des kindlichen Kopfes können die Folge sein. Eine künstliche Öffnung der Fruchtblase ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Geburt schon lange dauert und Sie sehr erschöpft sind. Eine Blasensprengung zur Einleitung der Wehen ist abzulehnen.

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Kaiserschnitt, Technik des Kaiserschnitts

Beim Kaiserschnitt wird der Bauch durch einen Längs – oder Querschnitt geöffnet, ein Querschnitt ist für die Mutter nur wenig belastend

In Deutschland und in Österreich werden viel zu viele Kaiserschnitte gemacht. Ärzte argumentieren fast immer mit der Sicherheit des Kindes, in Wirklichkeit steht jedoch oft ihre eigene Sicherheit im Vordergrund: Sie haben „alles getan“, was sie konnten. Krankenhäuser, in denen geduldige Ärzte und Hebammen sorgfältig jede Entbindung prüfen, kommen meistens mit fünf bis zehn Prozent Kaiserschnittentbindungen aus.

 

Kaiserschnitt, Technik des Kaiserschnitts

Ein Kaiserschnitt ist gerechtfertigt, wenn

  • sich die Herztöne des Kindes plötzlich verlangsamen und der Muttermund noch nicht vollständig offen ist.
  • das Kind so liegt, dass es nicht durch die Scheide geboren werden kann, z.B. bei einer Querlage.
  • das Kind bei einer erstgebärenden Frau in Beckenendlage (Steißlage) liegt und laut Ultraschall das Gewicht auf mehr als 3600 Gramm geschätzt wird.
  • das Becken der Mutter ungewöhnlich eng ist (äußerer Durchmesser weniger als 20 cm). Die Praxis hat gezeigt, dass oft falsch gemessen wird. Lassen Sie vor der Entscheidung zum Kaiserschnitt einen anderen Arzt nachmessen.
  • das Kind im Verhältnis zum Becken der Mutter einen zu großen Kopf hat.
  • die Wehen schwach sind und auch durch Wehenmittel nicht stärker werden.
  • der Mutterkuchen (Plazenta) vor der Gebärmutter liegt.
  • sich der Mutterkuchen vorzeitig löst.
  • die Nabelschnur vor dem Kopf des Kindes liegt.
  • durch starke Wehen oder durch eine vorangegangene Operation ein Gebärmutterriß droht.
  • sich der Muttermund trotz starker Wehen über längere Zeit nicht öffnet.

 

Technik des Kaiserschnitts

Beim Kaiserschnitt wird der Bauch durch einen Längs – oder Querschnitt geöffnet.

Ein Querschnitt ist für die Mutter nur wenig belastend, weil er am Oberrand der Schamhaare angesetzt wird und später kaum sichtbar ist. Das Argument, dass Ärzte im Notfall aus Sicherheitsgründen einen Längsschnitt machen sollten, ist nicht stichhaltig. Die Operationsdauer verkürzt sich nur um 30 bis 60 Sekunden.

Ein Längsschnitt sollte nur in Ausnahmefällen gemacht werden:

wenn ein vorangegangener Kaiserschnitt mit einem Längsschnitt ausgeführt wurde, bei vorangegangener Unterbauchoperation, bei Dickleibigkeit.

 

Epiduralanästhesie beim Kaiserschnitt

Leider wird diese – gegenüber einer Vollnarkose – schonende Betäubungsmethode, bei der nur der Unterleib kurzfristig schmerzunempfindlich gemacht wird, beim Kaiserschnitt sehr selten angewandt.

Dabei liegen die Vorteile auf der Hand:

  • Mutter und Kind werden nicht durch eine Allgemeinnarkose belastet.
  • Die Mutter „verschläft“ nicht den ersten Kontakt zum Kind.
  • Das Gefühl des „Krankseins“ hält sich in Grenzen. Es gibt weniger Komplikationen (Fieber, Erschöpfung, Verstopfung), und die Schmerzen nach dem Eingriff sind geringer.
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Risikogeburt, Risikogeburten, Frühgeburt

Der Begriff „Risikogeburt“ wird viel zu häufig verwendet, dennoch gibt es Frauen und Kinder, die unbedingt besonderer Aufmerksamkeit bedürfen

Der Begriff „Risikogeburt“ wird viel zu häufig verwendet. Die „Risikoschwangere“, die dann auch noch auf eine „Risikogeburt“ vorbereitet wird, muss sich zwangsweise fürchten und den Mut verlieren. Angst und Stress machen aber die Geburt erst recht zum Risiko, das medizinische Eingriffe erfordert. Ein Teufelskreis, dem man nur entkommt, indem man allen Frauen die Einteilung in „Güteklassen“ erspart. Denn jede Geburt sollte so sorgfältig betreut werden, dass die Geburtshelfer im Notfall sofort eingreifen können.

Dennoch gibt es Frauen und Kinder, die unbedingt besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

 

Risikogeburt, Risikogeburten Frühgeburt

 


Frühgeburt

Frühgeborene brauchen eine besonders schonende Geburt. Medikamente sollten möglichst vermieden werden, weil sie das Baby belasten.

Ein Scheidendammschnitt ist jedoch immer notwendig. Ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin und eine Intensivstation für das Neugeborene sollten jederzeit verfügbar sein.


Zwillingsgeburt

Zwillinge (Mehrlinge) brauchen eine besonders aufmerksame Betreuung, weil die Kinder meistens klein und zart sind und die Kontrolle der Herztöne schwieriger ist.

 

Rhesusunverträglichkeit

Wenn die Mutter das Blutgruppenmerkmal Rh-negativ hat, ist das nur dann von Bedeutung, wenn sie auch Rhesusantikörper im Blut hat. Dann muss das Kind beobachtet werden und im Notfall sofort einen Blutaustausch bekommen.


Schwere Erkrankungen der Mutter

Kranke Mütter (z.B. Diabetikerin, Herzkranke usw.) müssen besonders sorgfältig betreut werden, weil die Geburt für sie eine starke Belastung ist.


Fehlbildungen

Wenn es Hinweise auf eine Fehlbildung des Kindes gibt (durch Ultraschall- und Fruchtwasseruntersuchungen), dann sollte das Kind nach Möglichkeit in einem geburtshilflichen Zentrum geboren werden, in dem eine entsprechende Betreuung möglich ist. In jedem Fall muss ein rascher Transport in eine kinderchirurgische Abteilung organisiert werden.


Beckenendlage

Die Beckenendlage wird immer wieder den Risikogeburten zugeordnet, obwohl zahlreiche Untersuchungen nachweisen, dass eine Steißlage das Geburtsrisiko nur gering erhöht, wenn die wichtigsten Grundsätze beachtet werden.

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Gefahren bei der Schwangerschaft, Anzeichen, Maßnahmen

Gefahren bei der Schwangerschaft, Kaffee, Rauchen, Alkohol, Drogen, Medikamente, Infektionen, Röteln, Masern, Mumps, Windpocken oder Toxoplasmose

Gefahren bei der Schwangerschaft Kaffee: Gegen die gewohnte Tasse Kaffee ist auch in der Schwangerschaft nichts einzuwenden. Große Mengen können aber schaden. Mehr als 600 Milligramm Koffein täglich kann zu einer Fehl- oder Frühgeburt führen. Je nach Zubereitungsart sind das zwei bis vier Tassen Kaffee (-+ Koffein). Obwohl im Tee Koffein enthalten ist, ist seine Schädlichkeit während der Schwangerschaft nicht nachgewiesen.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Anzeichen, Maßnahmen

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Rauchen

Jede Zigarette, die Sie rauchen, raucht Ihr Kind mit. Nikotin verengt die Blutgefäße und behindert dadurch den Sauerstofftransport – Ihr Baby bekommt weniger „Luft“. Babys von starken Raucherinnen wiegen bei der Geburt nicht nur 170 bis 400 Gramm weniger, sie sterben auch eher als Kinder von Nichtraucherinnen. Auch der Vater kann dem Baby schaden, wenn er in den Monaten vor der Zeugung stark raucht.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Alkohol

Wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken, verdoppelt sich Ihr Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Alkohol bremst das Baby im Wachstum und kann die Ursache sein, wenn es zu früh geboren wird. Ein Drittel bis die Hälfte der Kinder von Alkoholikerinnen kommen geschädigt zur Welt.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Drogen

Alle Drogen passieren den Mutterkuchen und beeinflussen das Kind. Drogen unmittelbar vor der Geburt können beim Neugeborenen Atem – und Kreislaufstörungen auslösen. Drogensüchtige Mütter gebären drogensüchtige Kinder, deren Entzugserscheinungen (Atemstörungen, Zittern, Unruhe, Schreien usw.) behandelt werden müssen.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Medikamente

Fast jedes Medikament gelangt über den Mutterkuchen zu Ihrem Kind. Ob es dem Ungeborenen schaden kann, müssen Sie unbedingt mit Ärztin oder Arzt abklären.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Infektionen

Infektionen der Mutter, vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft, können das Kind schwer schädigen.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Röteln

Wenn Sie weder rötelnkrank waren noch gegen Röteln geimpft sind, sollten Sie vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Rötelntiter bestimmen lassen. Haben Sie keine Antikörper gegen Röteln im Blut, sollten Sie sich impfen lassen.

Nach der Impfung sollten Sie vorsichtshalber drei Monate lang nicht schwanger werden. Die Fehlbildungs – und Schädigungsrate des Kindes bei einer Rötelninfektion ist extrem hoch: Mehr als die Hälfte der Kinder, deren Mütter im ersten Schwangerschaftsmonat erkranken, kommt geschädigt zur Welt. Im zweiten Schwangerschaftsmonat sind es immer noch ein Viertel und im dritten 15 Prozent.

Neuere Forschungen haben ergeben, daß Kinder, deren Mutter erst im vierten Schwangerschaftsmonat mit Röteln in Berührung kam, kaum Schäden zu befürchten haben. Allerdings kann es zu vorübergehenden Entwicklungsstörungen und Wachstumsverzögerungen kommen.

Wenn Sie mit einem Rötelnkranken Kontakt hatten und nicht wissen, ob Infektionsgefahr besteht, müssen Sie sofort im Labor Ihren Rötelntiter feststellen lassen und – falls er zu niedrig ist – innerhalb von vier Tagen nach dem Kontakt eine Injektion mit Röteln-Immunglobulin bekommen.

Falls die Ansteckung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgte, sollten Sie einen Schwangerschaftsabbruch überlegen.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Masern, Mumps, Windpocken

Fast alle Frauen sind gegen diese Kinderkrankheiten immun. Wenn Sie während der Schwangerschaft mit einem Erkrankten Kontakt hatten und keine Antikörper haben, sollte Ihre Ärztin oder der Arzt die entsprechenden Immunglobuline spritzen.

 

Toxoplasmose, Gefahren bei der Schwangerschaft

Toxoplasmose ist eine sehr seltene Infektionskrankheit, die vor allem durch rohes Fleisch übertragen wird. Studien haben gezeigt, daß die Gefahr, durch Toxoplasmose ein geschädigtes Kind zu bekommen, weitaus geringer ist, als früher angenommen wurde. In Österreich gehört ein Toxoplasmosetest zu den Pflichtuntersuchungen im Mutter-Kind-Paß.

 

Röntgenstrahlen

Ob Röntgenstrahlen Gefahren bei der Schwangerschaft sind, hängt vom Stadium der Schwangerschaft, der Art der Bestrahlung, der Höhe der Dosis und dem Gesundheitszustand der Mutter ab. Für die Zeit vom 1. bis 20. Tag kann man davon ausgehen, daß der Fötus abstirbt, wenn er geschädigt wird. Wenn Sie in den ersten vier Schwangerschaftsmonaten geröntgt wurden, lassen Sie die mögliche Schädigung Ihres Babys nur von einem erfahrenen Strahlenexperten beurteilen.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Schadstoffe

Alle Schadstoffe, die die Fruchtbarkeit mindern, können auch die Entwicklung des ungeborenen Kindes stören. Die Folgen ähneln denen des Rauchens in der Schwangerschaft. Selbst für geringe Dosen PCB und Blei ist nachgewiesen, daß sie die Entwicklung des kindlichen Gehirns beeinträchtigen. Daraus können eine geringere Intelligenz, eine schwache Konzentrationsfähigkeit und Hyperaktivität resultieren. Für Schwermetalle und halogenierte Kohlenwasserstoffe besteht ein entsprechender Verdacht.

 

Schwangerschaftshochdruck (EPH Gestose. Präeklampsie)

Im Volksmund wird diese seltene Erkrankung fälschlicherweise „Schwangerschaftsvergiftung“ genannt. Die Ursachen sind noch nicht geklärt. Man weiß nur, daß Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, häufiger dazu neigen und daß Frauen aus sozial schwachen Schichten gefährdeter sind. Ein Schwangerschaftshochdruck muß sofort behandelt werden, weil er dem Kind schadet. Durch die Mangeldurchblutung des Mutterkuchens wird es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

 

Die wichtigsten Anzeichen:

  • Hoher Blutdruck (mehr als 135/85 mm/Hg).
  • Geschwollene Beine, Füße, Hände und ein aufgequollenes Gesicht (Ödeme) – aber nur in Verbindung mit hohem Blutdruck.
  • Eiweiß im Harn ist ebenfalls nur in Verbindung mit den oben genannten Anzeichen verdächtig.
  • Plötzliche, starke Gewichtszunahme.

 

Behandlung

Wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird, genügen oft schon Ruhe und Entlastung. Die an vielen Krankenhäusern verordnete strenge Bettruhe ist umstritten. Die erzwungene
Ruhe am Tag führt oft zu Schlaflosigkeit in der Nacht. Ein Schwangerschaftshochdruck, den Sie nicht aufhalten können, indem Sie Ihre Belastungen verringern und ausreichend schlafen, muß im Krankenhaus behandelt werden. Der Nutzen der immer wieder verordneten salzarmen Kost ist umstritten.

In schweren Fällen muß die Schwangerschaft manchmal vorzeitig durch einen Kaiserschnitt beendet werden, um das Baby zu retten. Wenn das Kind geboren ist, bilden sich die Symptome meist von selbst zurück.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Fehlgeburt

Wenn Sie Ihr Baby in den ersten drei Monaten verlieren, dann bedeutet das oft, daß es nicht gesund war. Von einer Fehlgeburt (Abort) spricht man, wenn eine Schwangerschaft vor der 29. Woche (vom ersten Tag der letzten Regel an gerechnet) zu Ende geht. Eine drohende Fehlgeburt kündigt sich durch Kontraktionen und Schmierblutungen an. Manchmal können Sie den Abortus durch Bettruhe aufhalten.

Die Behandlung mit Hormonen in der Frühschwangerschaft scheint wertlos. Die Erfolge mit und ohne medikamentöse Behandlung waren in vielen Untersuchungen gleich.

Die häufigsten Ursachen für eine Fehlgeburt sind Infektionskrankheiten wie z. B. Viruserkrankungen, Schädigungen durch Umweltgifte (z. B. Schwermetalle), verschiedene Allgemeinerkrankungen (z. B. Immunerkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes). Nur die wenigsten Aborte sind auf Hormonmangel der Mutter zurückzuführen. In der zweiten Schwangerschaftshälfte können auch seelische Probleme eine Fehlgeburt verursachen. Wenn ein Abortus nicht mehr verhindert werden kann, kommt es zu starken Blutungen und Bauchkrämpfen. Vielfach muß dann die Gebärmutter ausgeschabt werden (Curettage).

Geschlechtsverkehr ist nach einer Fehlgeburt wieder möglich, sobald Sie Lust dazu haben. Medizinisch gesehen können Sie nach der Normalisierung der Regel sofort eine neue Schwangerschaft planen. Aber lassen Sie sich lieber Zeit. Ein Kind sollte nicht durch ein anderes ersetzt werden.

 

Frühgeburt

Ein Kind, das weniger als 2500 Gramm wiegt und vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt, wird als Frühgeburt bezeichnet. Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die eine Frühgeburt begünstigen. Dazu gehören starkes Rauchen, Alkohol, Umweltbelastungen, schwere Arbeit, Streß, bewußte oder unbewußte Ablehnung des Kindes, Überforderung durch die Familiensituation (z. B. Probleme mit dem Partner, ein großer Haushalt, Umzug usw.). Frauen, die eine gute Geburtsvorbereitung machen, erleiden seltener Frühgeburten als Frauen, die mit ihren Sorgen sich selbst überlassen bleiben.

Wenn Sie die Alarmsignale Ihres Körpers beachten, können Sie vielfach eine Frühgeburt verhindern.

 

Bei folgenden Anzeichen sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Wenn Sie häufig in der Nacht urinieren müssen (mehr als zweimal), obwohl Sie keine Blasenentzündung haben, kann das ein Anzeichen einer nervösen Störung sein.
  • Wenn Sie am Abend nicht einschlafen können, obwohl Sie müde sind, oder in der Nacht öfter aufwachen, sind Sie wahrscheinlich überfordert.
  • Wenn sich die Gebärmutter mehrmals am Tag zwischen 30 und 60 Sekunden lang zusammenzieht, und das öfter als dreimal pro Stunde, dann ist das ein Alarmzeichen. Diese Kontraktionen sind nur selten schmerzhaft und machen sich oft nur durch das Hartwerden des Bauches bemerkbar.

 

Gefahren bei der Schwangerschaft, Medizinische Maßnahmen

Medikamente

Ärzte geben oft wehenhemmende Medikamente, obwohl sie umstritten sind. Eine Studie in Irland hat anhand von mehr als 104000 Geburten nachgewiesen, daß die Zahl der Frühgeburten nicht ansteigt, wenn man auf Wehenhemmer verzichtet. Außerdem können wehenhemmende Medikamente den Herzmuskel des Kindes schädigen und für die Mutter oft unangenehme Nebenwirkungen haben. Der Blutdruck kann rapide sinken, es kann zu Herzrasen, Schwitzen, Zittern und Angstgefühlen kommen.

In Notsituationen, zum Beispiel wenn während der Geburt Zeit gewonnen werden muß, sind Wehenhemmer gerechtfertigt.

 

Gebärmutterstütznaht

Die Gebärmutterstütznaht (Cerclage) ist der künstliche Verschluß des Gebärmutterhalses durch eine Naht. Dieser Eingriff ist nur bei einer echten Schwäche des Muttermundes zum Beispiel nach mehrfachen Fehlgeburten, bei krankhaften Veränderungen oder nach Operationen nötig.

Als Alternative zur Cerclage kann auch ohne Operation ein Stützring aus Gummi in die Scheide eingelegt werden (Pessar).

Das Verschließen des Muttermundes, nachdem schon Wehen aufgetreten sind, ist ein Eingriff gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis.

 

Risikoschwangerschaft

Der Begriff der“Risikoschwangerschaft“ wird viel zu sorglos verwendet. Die Ausbildung von Ärzten ist auf Komplikationen ausgerichtet. Wenn man die Risikolisten der medizinischen Lehrbücher ernst nimmt, dann ist die „normale“ Schwangerschaft eine Ausnahme. Eine Frau, die zum Risikofall erklärt wird, fühlt sich auch so. Typische Beispiele für die unnötige Verunsicherung von Frauen sind die „alte Erstgebärende“, die „zu junge Schwangere“, Zwillinge, Beckenendlage und negativer Rhesusfaktor. Ganz wenige Schwangerschaften sind  „echte Risikofälle“:

  • Frühere Totgeburt oder vorangegangene Frühgeburt
  • Drohende Frühgeburt
  • Verdacht auf mangelndes Wachstum des Kindes (Dystrophie)
  • Innere Erkrankungen (Diabetes, Nierenerkrankungen)
  • Seelische Probleme (übergroße Ängstlichkeit, Überforderung)
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Schwangerschaft, Kinder

Schwangerschaftsbeschwerden sind meist harmlos

Eine Schwangerschaft stellt den Körper vor Aufgaben, an die er nicht gewöhnt ist, Schwangerschaftsbeschwerden, die dabei entstehen, sind meist harmlos

Eine Schwangerschaft stellt den Körper vor Aufgaben, an die er nicht gewöhnt ist. Schwangerschaftsbeschwerden, die dabei entstehen, sind meist harmlos. Wenn Sie sich aber nicht wohl fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

 

Schwangerschaftsbeschwerden

 

 

 Atemnot

Im letzen Schwangerschaftsdrittel drückt die wachsende Gebärmutter mit dem Kind auf das Zwerchfell. Das Atmen fällt vor allem bei Belastungen wie Treppensteigen schwer. Keine Angst, das Baby bekommt trotzdem genug Sauerstoff. Etwa drei Wochen vor der Geburt rutscht der Bauch tiefer – die Atembeschwerden verschwinden wieder.

Selbsthilfe

Versuchen Sie, nicht übermäßig zuzunehmen, und schlafen Sie möglichst auf der linken Seite.

 

Ausfluß

Das Scheidenmilieu verändert sich, ein leichter Ausfluß, der nicht unangenehm riecht, ist jetzt normal. Wenn Sie starken Ausfluß oder zusätzliche Beschwerden haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Sitzbäder in Kamillen-, Schafgarben- und/oder Ringelblumentee können helfen. Manchmal nützt auch naturbelassener Joghurt, der in die Scheide eingeführt wird.

 

Blasenschwäche

Schwangerschaftsbeschwerden, in den letzten Schwangerschaftsmonaten drückt der Kopf des Kindes oft auf die Blase. Es ist normal, daß Sie häufiger urinieren müssen oder manchmal unfreiwillig ein paar Tropfen Harn verlieren. Wenn andere Beschwerden hinzukommen, wie zum Beispiel Schmerzen beim Urinieren oder in der Nierengegend, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Tragen Sie Slipeinlagen. wenn Sie sich unsicher fühlen. Trinken Sie nicht weniger, Ihr Körper braucht Flüssigkeit.

 

Blähungen

Blähungen können oft sehr schmerzhaft sein. Wenn andere Schwangerschaftsbeschwerden dazukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Meiden Sie blähende Speisen und trinken Sie Tee gegen Blähungen.

 

Erhöhter Blutdruck

Hoher Blutdruck, der in der Schwangerschaft zum ersten Mal auftritt, kann ein Warnsignal für einen Schwangerschaftshochdruck sein. Damit sollten Sie immer zum Arzt gehen.

 

Niedriger Blutdruck

Niedriger Blutdruck kann in der Schwangerschaft zu Kreislaufbeschwerden führen.

Selbsthilfe

Regelmäßige Bewegung und Kneippgüsse helfen meistens.

 

Blutungen

Blutungen aus der Scheide müssen Sie immer ernst nehmen. Nur Ärzte können beurteilen, ob sie harmlos sind oder eine schwere Störung anzeigen.

 

Braune Flecken

Braune Flecken im Gesicht, dunklere Brustwarzen und eine braune Linie in der Mitte des Bauchs sind normale Schwangerschaftsbeschwerden und Begleiterscheinungen der Schwangerschaft. Sie entstehen durch Pigmentveränderungen.

Selbsthilfe

Keine. Die Flecken verschwinden meist einige Zeit nach der Geburt.

 

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden entstehen während der Schwangerschaft leichter, weil durch den Druck der schweren Gebärmutter die Venen im kleinen Becken gestaut sind.

Selbsthilfe

Waschen Sie den Afterbereich regelmäßig kalt. Drängen Sie schmerzende Knoten mit einer Heilsalbe in den After zurück. Sorgen Sie durch ballaststoffreiche Kost für regelmäßigen und weichen Stuhlgang.

 

Heißhunger

Heißhunger auf bestimmte Speisen ist ganz normal. Sie können ihm getrost nachgeben. Manchmal macht der Körper Sie damit darauf aufmerksam, daß er einen Mangel an bestimmten Nahrungsmitteln ausgleichen möchte.

 

Krampfadern

Die Schwangerschaft kann eine vererbte Bindegewebeschwäche verstärken. Der Druck der Gebärmutter behindert außerdem den Rückfluß des Blutes aus den Venen.

Selbsthilfe

Bewegen Sie sich viel (schwimmen, radfahren). Tragen Sie Kompressionsstrümpfe. Arbeiten Sie möglichst oft im Sitzen, durch Stehen kann sich das Blut in den Venen stauen. Lagern Sie die Beine hoch. Machen Sie Kaltwasseranwendungen.


Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe sind meist harmlose Schwangerschaftsbeschwerden  und treten häufig in den Waden auf. Anhaltende Krämpfe können ein Hinweis auf einen Kalzium-, Magnesium- oder Vitamin B-Mangel sein.

Selbsthilfe

Versuchen Sie, mit dem verkrampften Bein fest aufzutreten oder die Zehen nach vorne zu biegen, damit sich der Wadenmuskel streckt.

 

Müdigkeit

Vor allem in den ersten Schwangerschaftsmonaten, in denen sich der Körper an die Veränderungen gewöhnen muß, ist es normal, müde zu sein. Wenn Sie sich aber immer erschöpft fühlen, zeigt das eine Überforderung an.

Selbsthilfe

Gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie müde sind. Erfrischende Badezusätze (z. B. Orange) können helfen. Oft kann Müdigkeit auch durch Bewegungsmangel entstehen. Gehen Sie an die frische Luft und treiben Sie Sport, an den Sie gewöhnt sind.


Rückenschmerzen

Rückenschmerzen, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft, entstehen durch den Druck des kindlichen Kopfes gegen das Kreuzbein, durch die allgemeine Mehrbelastung, durch das Gewicht oder durch eine schon bestehende Körperfehlhaltung, die durch die Schwangerschaft verstärkt wird.

Selbsthilfe

Entlasten Sie so oft wie möglich die Wirbelsäule, indem Sie sich hinlegen (in Seitenlage). Gehen Sie schwimmen oder machen Sie gezielt Gymnastik und Entspannungsübungen.

 

Schlafstörungen

Im letzten Schwangerschaftsdrittel können der große Bauch oder die Bewegungen des Babys Ihnen den Schlaf rauben. Vielleicht haben Sie aber auch Ängste und Sorgen.

Selbsthilfe

Nehmen Sie ein beruhigendes Bad (z. B. mit zugesetztem Melissenöl) oder gehen Sie spazieren. Verzichten Sie auf ein üppiges Abendessen, trinken Sie einen beruhigenden Tee (z. B. Baldrian, Melisse, Passionsblume.

 

Schwellungen an Händen und Füßen

Meistens sind geschwollene Hände und Füße harmlose Schwangerschaftsbeschwerden. Der Körper speichert in der Schwangerschaft mehr Wasser als sonst. Trotzdem sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In seltenen Fällen können Schwellungen erste Anzeichen für einen gefährlichen Schwangerschaftshochdruck sein. Dieser gehört unbedingt in ärztliche Behandlung.

Selbsthilfe

Lagern Sie die Beine hoch, so oft es Ihnen möglich ist. Bürsten Sie Ihre Beine täglich in Richtung des Herzens. Kneippgüsse, aber auch warme Bäder für mindestens eine Stunde können helfen.

 

Sodbrennen

Sodbrennen kann schon am Anfang der Schwangerschaft entstehen, weil der Schließmuskel am Mageneingang schlaffer wird und dadurch saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen kann. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann aber auch die Gebärmutter auf den Magen drücken und diese Schwangerschaftsbeschwerden verursachen.

Selbsthilfe

Meiden Sie scharfe, schwerverdauliche Speisen. Nehmen Sie kleine Mahlzeiten zu sich und essen Sie lieber häufiger. Kauen Sie Nüsse oder trockene Brötchen, sie neutralisieren die Säure.

 

Übelkeit und Erbrechen

Es dauert eine Weile, bis sich Körper und Seele auf den veränderten Zustand eingestellt haben. Deshalb sind Übelkeit und Erbrechen in den ersten Schwangerschaftsmonaten eine mögliche Begleiterscheinung. Wenn Sie abnehmen oder die Schwangerschaftsbeschwerden nicht aufhören, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Frühstücken Sie im Bett und bleiben Sie noch eine Zeitlang liegen, wenn es Ihnen möglich ist. Trinken Sie über den ganzen Tag verteilt kleine Mengen Mineralwasser oder Kräutertee. Meiden Sie fette, schwere Mahlzeiten.

 

Verstopfung

Durch die entspannte Darmmuskulatur wird der Speisebrei langsamer transportiert, es kommt leichter zu Verstopfung. Solange Sie sich dreimal in der Woche entleeren können, haben Sie keinen Grund zur Beunruhigung.

Selbsthilfe

Sie dürfen auf keinen Fall ohne ärztliche Anleitung Abführmittel einnehmen. Sie können für das Ungeborene schädlich sein. Ballaststoffreiche Ernährung und Dörrobst lösen diese Schwangerschaftsbeschwerden fast immer.

 

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Schwangerschaft, Kinder

Pseudokrupp, Krupp, Epiglottitis, Mukoviszidose und ADS bei Kindern

Bei Pseudokrupp handelt es sich um eine Atemwegsentzündung welche meist viral bedingt ist

 

Kranke Kinder

Der Wunsch unsere Kinder so gesund wie nur möglich zu erhalten und demzufolge der Wunsch, wenn sie denn krank sind auch schnell wieder für Gesundheit zu sorgen besteht sicher bei allen Eltern. Alternative Behandlungsmethoden basieren meist auf dem Versuch dem Körper dabei zu helfen, mit der Erkrankung aus eigener Kraft fertig zu werden.

Schulmedizinische Verfahren hingegen nutzen oft Methoden, die starke Belastungen mit sich bringen, welche ein Leben lang zu Beeinträchtigungen führen können. Dies vor allem, wenn diese Methoden häufiger angewandt werden müssen.

 

Pseudokrupp

 

Fieber

Fieber tritt bei Kindern relativ häufig auf. Eine hohe Temperatur kann durchaus ein Hinweis auf eine schwere Erkrankung sein. Am Beginn sind die Arme und Beine kühl und der Bauch warm, danach wird der gesamte Körper warm und das Kind schwitzt.

Die verursachende Erkrankung kann ganz unterschiedlich sein, selbst dauerhaftes schreien kann Fieber verursachen. Auch Impfungen kommen als Ursache infrage.

Der Weg zum Arzt sollte bei zusätzlicher Nackensteife, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen auf jeden Fall gesucht werden.

Probleme bei Fieber liegen auf Dauer beim Flüssigkeitsverlust, welcher ausgeglichen werden muss.

Gegen die hohen Körpertemperaturen helfen Wadenwickel, welche allerdings nicht zu kalt sein sollten.

 

Pseudokrupp und Krupp

Bei Pseudokrupp handelt es sich um eine Atemwegsentzündung welche meist viral bedingt ist. Diese durch lang anhaltendem bellenden Husten geprägte Erkrankung Pseudokrupp tritt meistens zwischen 6. – 9. Monat und 3. – 4. Lebensjahr auf. Pseudokrupp ist nicht so gefährlich, wie es den Anschein macht. Der Husten tritt meistens abends, nachts, im Herbst oder Spätwinter auf. Eine Schwellung der Kehlkopf- und Luftröhrenschleimhaut begleitet.

Bei schweren Fällen von Pseudokrupp erfolgt die Einatmung schwieriger als die Ausatmung und ist geräuschvoll.

Fehlende Schluckstörung, keine Halsschwellung, Kein Speichelfluss, keine kloßige Stimme und befriedigender Allgemeinzustand weisen darauf hin, dass bei den Eltern keine Panik aufkommen sollte.

Feuchte Tücher im Zimmer, Kaltluftvernebler, Beruhigung helfen auch zu homöopathische Mittel wie Spongia in D6 schlagen unter Umständen gut an.

Der echte Krupp ist eine Kehlkopfentzündung im Rahmen einer Diphtherie und tritt selten auf

 

Epiglottitis

Bei einer Entzündung des Kehldeckels ist sowohl Eile als auch Vorsicht angesagt. Erreger sind bestimmte Bakterien.

Schluckstörung, kloßige Sprache und Speichelfluß sind Hinweise. Husten und Heiserkeit sind nicht gegeben. Probleme bestehen beim Einatmen, Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl bestehen. Im Alter von 2-7 Jahren kann eine Epiglottitis bevorzugt auftreten.

Achtung bitte nicht in den Mund und Rachenraum mit Löffel oder Holzspatel und den Arzt verständigen.

 

Hypererkinetisches Syndrom/ADS, ADHS

Diese mittlererweile recht populäre Erkrankung, die früher dem Zappelphillip zugeschrieben wurde ist gekennzeichnet durch motorische Unruhe in Verbindung mit Konzentrationsstörungen. Impulsive Kinder, die sich leicht ablenken lassen und die zum Teil soziale Anpassungsschwierigkeiten führen Eltern häufig zum Arzt.

Die den Kindern gegebenen Medikamente wirken recht gut und werden auch von Erwachsenen konsumiert um Lernleistungen zu steigern.

Ursache kann auch eine Nahrungsunverträglichkeit sein.

 

Mukoviszidose

Ein Gendefekt verursacht diese Erkrankung, welche mit einer eingeschränkten Lebenserwartung verbunden ist. Alle Schleim produzierenden Drüsen in Lunge, Magen und Darm produzieren große Mengen eines zähen Schleimes. Erkannt wird Mukoviszidose meist an Problemen im Atemtrakt und der Lunge. Die Verbindung mit Verdauungsproblemen, die sich beispielsweise in gefettetem Stuhl äußern gibt einen weiteren Hinweis.

Ein Schweißtest auf erhöhtem Chloridgehalt gibt weitere Auskunft, ob diese Erkrankung vorliegt.

 

Tumore

Auch Kinder sind nicht davor sicher an einer Krebsart zu erkranken.

Am bekanntesten und häufigsten sind Leukämien, also bösartige Erkrankungen der Blutbildung. Diese treten vor allem im Alter von 1 – 5 Jahren auf. Knochenschmerzen in Verbindung mit Schwäche und Blässe können Hinweise sein.

Andere bösartige und gutartige Tumore können ebenfalls auftreten.

 

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Schwangerschaft, Kinder

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Vom Kinderwunsch zur Schwangerschaft bis hin zu den einzelnen Entwicklungsabschnitten des Kindes

Ob Kinderwunsch oder Zufall, die Erkennungsmerkmale einer Schwangerschaft sind die gleichen. Durch die Vereinigung von Ei- und Samenzelle entsteht eine befruchtete Eizelle. Daraus entwickelt sich eine so genannte Blastozyste, diese nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein und entwickelt sich dann zum Embryo weiter.

Die Schwangerschaft wird in das 1.-3. Trimenon unterteilt, also in drei Zeitabschnitte die von der 1.-12. Schwangerschaftswoche (Anlage der Organe), der 13.-26. (Wachstum des Kindes) und der 27. Schwangerschaftswoche und zumindest rein rechnerisch die Geburt erfolgen soll, gerechnet werden.

 

Schwangerschaft und Kinderwunsch

 

 

Die Naegele Regel zur Berechnung des Geburtstermins ist wie folgt definiert:

1. Tag der letzten Regel + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr +- x (für verlängerte/verkürzte Regel). Die Geburt erfolgt tatsächlich meist 10 Tage vor oder nach dem errechneten „Kinderwunsch“ Geburtstermin.


Merkmale und Zeichen einer Schwangerschaft

Schwangerschaft und KinderwunschVeränderungen, wie Übelkeit , Erbrechen (teilweise auch in kritischem und behandlungsbedürftigen Umfang), Vergrößerung der Brüste, Pigmentierung der Warzenhöfe und das Ausbleiben der Regel sind Anzeichen einer Schwangerschaft, die allerdings noch nicht als sicher angesehen werden können.

In den Apotheken angebotene Schwangerschaftstests basieren oft auf dem Nachweiß des HCG, eines schwangerschafterhaltenden Hormons.

Sicherheit über das Vorliegen einer Schwangerschaft gibt der Nachweis mittels Ultraschalluntersuchung der Fruchtblase ab der 5. Schwangerschaftswoche. Schon eine Woche später sind Herztöne nachweisbar ab der 18. Woche ist der Körper tastbar, der ab der 20. Woche auch Bewegungen wahrnehmen lässt.

 

Probleme

Plötzliche starke Unterbauchschmerzen, bis hin zu schweren Blutungen, welche zu einem Schock aber auch zum Tod führen können Merkmale einer Schwangerschaft außerhalb der dafür bestimmten Anlagen sein.

Das vorzeitige Ausstoßung des Embryos oder Fetus wird als Abort bezeichnet. Ab einem Gewicht von 500 g spricht man von einer Totgeburt, wenn kein Herzschlag, natürliche Lungenatmung und Pulsation der Nabelschnur zu verzeichnen ist.

Bei Beendigung der Schwangerschaft vor Vollendung der 37. Woche spricht man von einer Frühgeburt.

 

Nicht erfüllter Kinderwunsch

Man erfährt regelmäßig aus den Medien, dass Geldmangel und Karrieredenken die Geburtenrate in Deutschland so niedrig bleiben lässt und es zu einer Überalterung der Gesellschaft kommt. Dass sehr viele Menschen ihren Kinderwunsch nicht erfüllt bekommen, hört man hingegen nur selten.

Sollten Sie zu den Menschen gehören die Ihren Kinderwunsch nicht erfüllt bekommen, hier einige Hinweise:

  • Zuallererst lassen Sie bitte bei beiden Partnern prüfen, ob die Fähigkeit ein Kind zu zeugen oder die Fähigkeit schwanger zu werden vorhanden ist und zwar genau zu diesem Zeitpunkt!
  • Falls es notwendig ist, schaffen Sie medikamentös oder auch durch einen chirurgischen oder anderen Eingriff entsprechende Voraussetzungen um Ihren Kinderwunsch erfüllt zu bekommen.
  • Spenderbanken für Sperma oder Eizellen existieren.
  • In Deutschland beraten und helfen Ihnen so genannte Kinderwunschzentren.
  • Die gesetzlichen Regelungen für eine Kinderwunschbehandlung sind in unseren Nachbarländern unterschiedlich, sodass ein Blick über die Grenzen durchaus lohnend ist, beispielsweise in die tschechische Republik oder nach Österreich.
  • Diese Wege sind oft nicht einfach und oft mit Rückschlägen verbunden, bitte verlieren Sie nicht den Mut an Ihrem Kinderwunsch.

 

Entwicklung des Kindes

Gewicht:

5 Monate: Verdopplung des Geburtsgewichtes

1 Jahr: verdreifacht

2,5 Jahre: vervierfacht

6 Jahre: versechsfacht

10 Jahre: verzehnfacht

 

Körpergröße: innerhalb von 4 Jahren erfolgt eine Verdopplung der Körperlänge und erst in der Pubertät vollzieht sich ein 2. Wachstumsschub.

Organe und Funktionswerte: Die Herzfrequenz reduziert sich von 140 Schlägen/Minute beim Neugeborenen auf ca. 85 Schlägen beim untrainierten Jugendlichen, während der Blutdruck steigt. Die Atemfrequenz ist höher als bei Erwachsenen und liegt beim Neugeborenen bei 40 – 45 Atemzügen/Minute. Die Leber ist in den ersten Lebenstagen noch nicht voll arbeitsfähig, sodass es zu einer Gelbsucht kommen kann, welche nicht krankhaft ist. Auch die Nieren sind erst im Alter von 1-2 Jahren voll entwickelt. Das Blutbild ist unterschiedlich gegenüber von Erwachsenen, beispielsweise liegt die Anzahl der weißen Blutkörperchen höher.

Zähne: Der erste Zahn zeigt sich ungefähr im 6. Lebensmonat. Zuerst wachsen die unteren mittlere Schneidezähne und mit 2,5 Jahren sind alle 20 Milchzähne vorhanden. Das bleibendes Gebiss wird ab 6. Lebensjahr aufgebaut und hat dann 32 Zähne, Beginn ist die typische Schulanfänger – Zahnlücke.

Motorische, sprachliche und soziale Entwicklung: Dies Entwicklung vollzieht sich ebenfalls in definierbaren Schritten. Abweichungen können durchaus sein, allerdings nur in einem gewissen Rahmen. Im Folgenden werden die wichtigsten Entwicklungsschritte dargestellt. Sollten deutliche Rückstände in der Entwicklung zu verzeichnen sein suchen Sie bitte fachlichen Rat in erster Linie beim Kinderarzt. Ursachen können sehr unterschiedlich sein, so hat beispielsweise ein nicht festgestellter Hörfehler einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes.

 

Entwicklungsabschnitte:

1.Neugeborenenperiode:                          1. – 28. Lebenstag

Das Baby beschäftigt sich hauptsächlich mit Saugen und Schlafen, bis zu 20 Stunden/Tag. Es kann Kopf nicht länger halten. Sehen und Hören sind bereits entwickelt. Ein Lächeln bildet sich aus.

2. Säuglingsalter:                                     29. Lebenstag bis 12. Monat

Nach 3 Monaten hebt der Säugling den Kopf in Bauchlage über längere Zeit. Das Kind stütz sich mit dem Unterarm. Es betrachtet Umwelt zunehmend.

Mit 6 Monaten stützt sich das Kind in Bauchlage mit gestreckten Armen auf und hat dabei geöffnete Hände. Der Kopf kann jetzt in allen Positionen gehalten werden. Gezieltes Greifen ist möglich und wird versucht in den Mund zu nehmen.

Im 9. Monat kann das Kind frei sitzen und es beginnt zu krabbeln. Es kann sich bereits selbst beschäftigen.

Nach 12 Monaten läuft der Säugling mit Festhalten an der Hand und unternimmt auch freie Gehversuche. Das Kind ahmt gerne nach und beginnt Mama und Papa zu sagen.

3. Kleinkind                                                  2. – 6. Lebensjahr

Das Treppensteigen und rennen ist im 2. Lebensjahr möglich. Das Kleinkind isst gut mit dem Löffel und trinkt aus einem Becher. Es kann tagsüber schon sauber sein. Eine Trotzphase stellt sich ein.

Mit 3 Jahren kann das Kind beispielsweise Dreirad fahren und hat sich als Rechts bzw. Linkshänder ausgebildet, kennt Lieder und zählt bis zehn. Das Kleinkind wäscht sich allein die Hände waschen und trocknen. Die „warum“ Fragen häufen sich. Tags ist das Kind sauber und gelegentlich auch nachts.

4. Schulkind

7. Lebensjahr bis Pubertätsbeginn

5. Pubertät und Übergang ins Erwachsenensein