Gürtelrose (Herpes zoster), Rötung und Bläschen

Artikel von gesundheitssinne in Haut und Haare

Gürtelrose kann überall an der Körperoberfläche auftreten, häufig zeigt sie sich jedoch an Rumpf oder Gesicht, die Bläschen erscheinen nach und nach

Halbseitige, brennende Schmerzen, Rötung und Bläschen. Gürtelrose kann überall an der Körperoberfläche auftreten, häufig zeigt sie sich jedoch an Rumpf oder Gesicht. Die Bläschen erscheinen nach und nach entlang des Versorgungsgebietes eines Nervs, verkrusten, verschwinden nach etwa zwei bis drei Wochen und hinterlassen kleine Narben. Die brennenden Schmerzen können noch wochen – oder monatelang anhalten.

Die Betroffenen fühlen sich häufig schon vor dem Auftreten des Hautausschlags unwohl und abgeschlagen und spüren Schmerzen in jenem Hautbereich, auf dem sich später der Ausschlag zeigen wird.

 

Gürtelrose (Herpes zoster), Rötung und Bläschen

 

Ursachen

Eine Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus, demselben Virus, das die Windpocken auslöst. Dieses Virus verbleibt nach der Infektion in bestimmten Nervenzellen – den Spinalganglien. Durch eine Schwäche des körpereigenen Immunsystems wird das Virus plötzlich aktiv.


Erkrankungsrisiko

Gürtelrose kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Personen über 50 Jahre am häufigsten. Die Wahrscheinlichkeit, an Gürtelrose zu erkranken, ist bei immungeschwächten Personen erhöht.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Die Erkrankung ist ansteckend, solange Bläschen vorhanden sind. Personen, die noch keine Windpocken hatten, bekommen dann diese „Kinderkrankheit“. Gürtelrose heilt meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ohne bleibende Schäden. Allerdings können die betroffenen Stellen manchmal jahrelang schmerzen.

Bei einer Gesichtsrose können Gesichtsnerven zeitweise gelähmt sein. Sind die Augen betroffen, besteht die Gefahr, dass Bindehaut und Hornhaut des Auges geschädigt werden und das Augenlicht verlorengeht.

 

Vorbeugung

Ist nicht möglich. Allerdings kann die frühzeitige Behandlung mit Virusmitteln den Verlauf der Erkrankung wesentlich mildern. Gürtelrose tritt bei Menschen mit intakter Immunabwehr nur einmal im Leben auf.

Bei den allerersten Anzeichen einer Gürtelrose. Ist das Gesicht betroffen, möglichst rasch zu Augenärztin oder – arzt.


Selbsthilfe

Feuchtigkeit, Zugluft und Kälte meiden. Wärme lindert. Einem erkrankten Auge tut Ruhe wohl. Man kann versuchen, die Schmerzen mit einem einfachen Schmerzmittel zu lindern.


Behandlung

Bei einer unkomplizierten Gürtelrose können fetthaltige Salben helfen, die verkrusteten Bläschen abzulösen. Die betroffenen Stellen können mit einem Verband abgedeckt werden.

Bei sehr ausgeprägter oder sehr schmerzhafter Gürtelrose hilft Aciclovir in Form von Tabletten oder
Infusionen, die Krankheit zu mildern und zu verkürzen. Allerdings hat Aciclovir keinen Einfluß auf die später möglichen Nervenschmerzen.