Krebs im Mundbereich, Brennen, Fremdkörpergefühl

Artikel von gesundheitssinne in Verdauung

Das Risiko an Krebs im Mundbereich zu erkranken steigt für Männer ab 45 und alle, die täglich eine Packung Zigaretten rauchen bzw. Tabak kauen

Die Beschwerden sind uncharakteristisch: Brennen, Fremdkörpergefühl, Taubheitsgefühle unter dem Zahnersatz, Blut im Speichel. Jedes knotige, geschwürige Gebilde oder verhärtete Gebiet der Zunge, des Zungengrundes und der Mundschleimhaut ist krebsverdächtig (Ausnahme: Aphthen, ebenso ständige Druckstellen.

 

Krebs im Mundbereich, Brennen, Fremdkörpergefühl

 

Ursachen

Rauchen. Tumoren an Zunge und Mundschleimhaut können durch gebrochene Zähne, überquellende Zahnfüllungen oder unpassende Prothesen provoziert werden. Gutartige Zungentumoren können sich zu Krebs entwickeln.


Erkrankungsrisiko

Das Risiko steigt für Männer ab 45 und alle, die täglich eine Packung Zigaretten rauchen bzw. Tabak kauen und regelmäßig Alkohol trinken. Arbeiter in der Galvanisation und Metallschleiferei sind zusätzlich gefährdet.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Schleimhauttumoren mit weniger als einem Zentimeter Durchmesser können meist geheilt werden. Krebszellen befallen jedoch die zahlreichen Lymphknoten im Mund – und Halsgebiet früh. In jedem dritten Fall besteht dann das Risiko, dass sich zusätzlich ein weiterer Tumor in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre oder Lunge bildet.


Vorbeugung

Stellen Sie möglichst das Rauchen ein. Lassen Sie Ihre Zähne zweimaljährlich zahnärztlich kontrollieren.

Bei den ersten Anzeichen von Verhärtung, Knötchen, rötlich verfärbter Geschwürbildung besonders am Mundboden, an der Zungenunterseite, am weichen Gaumen und an den Wangeninnenseiten, sollten Sie zum Arzt gehen. Mit einem Abstrich sind Krebszellen früh zu erkennen.

 

Selbsthilfe

Unternehmen Sie, was Ihnen Freude macht und guttut, das kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.


Behandlung

Eine medikamentöse oder alternative Behandlung gibt es nicht. Jeder Krebs im Mundbereich muß chirurgisch entfernt werden. Oft müssen Teile des Kieferknochens, des Gesichts- oder Halsbereichs mit entfernt werden. In fortgeschrittenem Stadium ist zusätzlich eine Chemotherapie, zur Nachbehandlung eine Röntgenbestrahlung sinnvoll. Selbst bei weitreichenden Eingriffen können Entstellungen des Gesichts vermieden werden. Mit körpereigenem Gewebe, Knochen und Prothesen wird das Gesicht so gut wie möglich wieder aufgebaut.

Diese Wiederherstellung sollte möglichst bald nach der ersten Operation beginnen. Sie erfordert in jedem Fall Geduld und Mitarbeit der Betroffenen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eventuell notwendige Gesichtsprothesen (Epithesen) meist vollständig. Es ist sinnvoll, das Angebot einer Rehabilitations – oder Nachsorgekur anzunehmen. Eine Psychotherapie kann helfen, mit der Krankheit und den Prothesen besser zurechtzukommen.