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Schwangerschaft, Kinder

Schwangerschaftsbeschwerden sind meist harmlos

Eine Schwangerschaft stellt den Körper vor Aufgaben, an die er nicht gewöhnt ist, Schwangerschaftsbeschwerden, die dabei entstehen, sind meist harmlos

Eine Schwangerschaft stellt den Körper vor Aufgaben, an die er nicht gewöhnt ist. Schwangerschaftsbeschwerden, die dabei entstehen, sind meist harmlos. Wenn Sie sich aber nicht wohl fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

 

Schwangerschaftsbeschwerden

 

 

 Atemnot

Im letzen Schwangerschaftsdrittel drückt die wachsende Gebärmutter mit dem Kind auf das Zwerchfell. Das Atmen fällt vor allem bei Belastungen wie Treppensteigen schwer. Keine Angst, das Baby bekommt trotzdem genug Sauerstoff. Etwa drei Wochen vor der Geburt rutscht der Bauch tiefer – die Atembeschwerden verschwinden wieder.

Selbsthilfe

Versuchen Sie, nicht übermäßig zuzunehmen, und schlafen Sie möglichst auf der linken Seite.

 

Ausfluß

Das Scheidenmilieu verändert sich, ein leichter Ausfluß, der nicht unangenehm riecht, ist jetzt normal. Wenn Sie starken Ausfluß oder zusätzliche Beschwerden haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Sitzbäder in Kamillen-, Schafgarben- und/oder Ringelblumentee können helfen. Manchmal nützt auch naturbelassener Joghurt, der in die Scheide eingeführt wird.

 

Blasenschwäche

Schwangerschaftsbeschwerden, in den letzten Schwangerschaftsmonaten drückt der Kopf des Kindes oft auf die Blase. Es ist normal, daß Sie häufiger urinieren müssen oder manchmal unfreiwillig ein paar Tropfen Harn verlieren. Wenn andere Beschwerden hinzukommen, wie zum Beispiel Schmerzen beim Urinieren oder in der Nierengegend, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Tragen Sie Slipeinlagen. wenn Sie sich unsicher fühlen. Trinken Sie nicht weniger, Ihr Körper braucht Flüssigkeit.

 

Blähungen

Blähungen können oft sehr schmerzhaft sein. Wenn andere Schwangerschaftsbeschwerden dazukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Meiden Sie blähende Speisen und trinken Sie Tee gegen Blähungen.

 

Erhöhter Blutdruck

Hoher Blutdruck, der in der Schwangerschaft zum ersten Mal auftritt, kann ein Warnsignal für einen Schwangerschaftshochdruck sein. Damit sollten Sie immer zum Arzt gehen.

 

Niedriger Blutdruck

Niedriger Blutdruck kann in der Schwangerschaft zu Kreislaufbeschwerden führen.

Selbsthilfe

Regelmäßige Bewegung und Kneippgüsse helfen meistens.

 

Blutungen

Blutungen aus der Scheide müssen Sie immer ernst nehmen. Nur Ärzte können beurteilen, ob sie harmlos sind oder eine schwere Störung anzeigen.

 

Braune Flecken

Braune Flecken im Gesicht, dunklere Brustwarzen und eine braune Linie in der Mitte des Bauchs sind normale Schwangerschaftsbeschwerden und Begleiterscheinungen der Schwangerschaft. Sie entstehen durch Pigmentveränderungen.

Selbsthilfe

Keine. Die Flecken verschwinden meist einige Zeit nach der Geburt.

 

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden entstehen während der Schwangerschaft leichter, weil durch den Druck der schweren Gebärmutter die Venen im kleinen Becken gestaut sind.

Selbsthilfe

Waschen Sie den Afterbereich regelmäßig kalt. Drängen Sie schmerzende Knoten mit einer Heilsalbe in den After zurück. Sorgen Sie durch ballaststoffreiche Kost für regelmäßigen und weichen Stuhlgang.

 

Heißhunger

Heißhunger auf bestimmte Speisen ist ganz normal. Sie können ihm getrost nachgeben. Manchmal macht der Körper Sie damit darauf aufmerksam, daß er einen Mangel an bestimmten Nahrungsmitteln ausgleichen möchte.

 

Krampfadern

Die Schwangerschaft kann eine vererbte Bindegewebeschwäche verstärken. Der Druck der Gebärmutter behindert außerdem den Rückfluß des Blutes aus den Venen.

Selbsthilfe

Bewegen Sie sich viel (schwimmen, radfahren). Tragen Sie Kompressionsstrümpfe. Arbeiten Sie möglichst oft im Sitzen, durch Stehen kann sich das Blut in den Venen stauen. Lagern Sie die Beine hoch. Machen Sie Kaltwasseranwendungen.


Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe sind meist harmlose Schwangerschaftsbeschwerden  und treten häufig in den Waden auf. Anhaltende Krämpfe können ein Hinweis auf einen Kalzium-, Magnesium- oder Vitamin B-Mangel sein.

Selbsthilfe

Versuchen Sie, mit dem verkrampften Bein fest aufzutreten oder die Zehen nach vorne zu biegen, damit sich der Wadenmuskel streckt.

 

Müdigkeit

Vor allem in den ersten Schwangerschaftsmonaten, in denen sich der Körper an die Veränderungen gewöhnen muß, ist es normal, müde zu sein. Wenn Sie sich aber immer erschöpft fühlen, zeigt das eine Überforderung an.

Selbsthilfe

Gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie müde sind. Erfrischende Badezusätze (z. B. Orange) können helfen. Oft kann Müdigkeit auch durch Bewegungsmangel entstehen. Gehen Sie an die frische Luft und treiben Sie Sport, an den Sie gewöhnt sind.


Rückenschmerzen

Rückenschmerzen, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft, entstehen durch den Druck des kindlichen Kopfes gegen das Kreuzbein, durch die allgemeine Mehrbelastung, durch das Gewicht oder durch eine schon bestehende Körperfehlhaltung, die durch die Schwangerschaft verstärkt wird.

Selbsthilfe

Entlasten Sie so oft wie möglich die Wirbelsäule, indem Sie sich hinlegen (in Seitenlage). Gehen Sie schwimmen oder machen Sie gezielt Gymnastik und Entspannungsübungen.

 

Schlafstörungen

Im letzten Schwangerschaftsdrittel können der große Bauch oder die Bewegungen des Babys Ihnen den Schlaf rauben. Vielleicht haben Sie aber auch Ängste und Sorgen.

Selbsthilfe

Nehmen Sie ein beruhigendes Bad (z. B. mit zugesetztem Melissenöl) oder gehen Sie spazieren. Verzichten Sie auf ein üppiges Abendessen, trinken Sie einen beruhigenden Tee (z. B. Baldrian, Melisse, Passionsblume.

 

Schwellungen an Händen und Füßen

Meistens sind geschwollene Hände und Füße harmlose Schwangerschaftsbeschwerden. Der Körper speichert in der Schwangerschaft mehr Wasser als sonst. Trotzdem sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In seltenen Fällen können Schwellungen erste Anzeichen für einen gefährlichen Schwangerschaftshochdruck sein. Dieser gehört unbedingt in ärztliche Behandlung.

Selbsthilfe

Lagern Sie die Beine hoch, so oft es Ihnen möglich ist. Bürsten Sie Ihre Beine täglich in Richtung des Herzens. Kneippgüsse, aber auch warme Bäder für mindestens eine Stunde können helfen.

 

Sodbrennen

Sodbrennen kann schon am Anfang der Schwangerschaft entstehen, weil der Schließmuskel am Mageneingang schlaffer wird und dadurch saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen kann. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann aber auch die Gebärmutter auf den Magen drücken und diese Schwangerschaftsbeschwerden verursachen.

Selbsthilfe

Meiden Sie scharfe, schwerverdauliche Speisen. Nehmen Sie kleine Mahlzeiten zu sich und essen Sie lieber häufiger. Kauen Sie Nüsse oder trockene Brötchen, sie neutralisieren die Säure.

 

Übelkeit und Erbrechen

Es dauert eine Weile, bis sich Körper und Seele auf den veränderten Zustand eingestellt haben. Deshalb sind Übelkeit und Erbrechen in den ersten Schwangerschaftsmonaten eine mögliche Begleiterscheinung. Wenn Sie abnehmen oder die Schwangerschaftsbeschwerden nicht aufhören, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe

Frühstücken Sie im Bett und bleiben Sie noch eine Zeitlang liegen, wenn es Ihnen möglich ist. Trinken Sie über den ganzen Tag verteilt kleine Mengen Mineralwasser oder Kräutertee. Meiden Sie fette, schwere Mahlzeiten.

 

Verstopfung

Durch die entspannte Darmmuskulatur wird der Speisebrei langsamer transportiert, es kommt leichter zu Verstopfung. Solange Sie sich dreimal in der Woche entleeren können, haben Sie keinen Grund zur Beunruhigung.

Selbsthilfe

Sie dürfen auf keinen Fall ohne ärztliche Anleitung Abführmittel einnehmen. Sie können für das Ungeborene schädlich sein. Ballaststoffreiche Ernährung und Dörrobst lösen diese Schwangerschaftsbeschwerden fast immer.