Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen

Artikel von gesundheitssinne in Nervensystem, Psychologie

Persönlichkeitsstörungen

Bei diesen Störungen sind bestimmte Verhaltensweisen in besonderer Art ausgeprägt und entsprechen nicht mehr der Norm unserer Gesellschaft. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen können zum Teil damit rechnen nicht mehr im sozialen Gefüge unserer Mitmenschen ohne Akzeptanz Zu verlieren.

 

Persönlichkeitsstörungen

 

Paranoide Persönlichkeitsstörungen

Die Neigung Handlungen anderer Personen als absichtliche Bedrohung zu interpretieren steckt hinter diesen Persönlichkeitsstörungen.

Diese Persönlichkeitsstörungen sind geprägt durch ein intensives Misstrauen anderen gegenüber, Reizbarkeit bis hin zu Steitsucht und nur begrenzten Humor. Menschen, die an einer paranoiden Störung leiden sind oft sehr eifersüchtig und besitzen ein hohes Selbswertgefühl.

 

Weitere Persönlichkeitsstörungen sind unter anderem:

  •  Schizoide Persönlichkeitsstörung
  • Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung
  • Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
  • Depressive Persönlichkeitsstörung
  • Narzistische Persönlichkeitsstörung
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung
  • Borderline Persönlichkeitsstörung
  • Abhängige Persönlichkeitsstörung

Pyromanie, also der innere Zwang zum Feuerlegen und Kleptomanie, der Zwang zu Stehlen sind abnorme Gewohnheiten genauso wie Kaufzwang oder Stalking.

 

Verhaltensstörungen

Sucht

In unserer Gesellschaft spielt die Sucht eine große Rolle. Man unterscheidet stoffgebundene Sucht und stoffungebundene Sucht. Beim Betroffenen besteht der übermächtige Wunsch eine bestimmte Substanz einzunehmen oder gewisse Handlungen auszuführen. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Männer und Frauen leiden gleichermassen an Suchterkrankungen. Der Alkohol macht dabei fast dreiviertel aller Süchte aus. An zweiter Stelle folgt die sogenannte Polytoxikomanie, also die Sucht mehrere entsprechende Soffe gleichzeitig aufzunehmen, beispielsweise Alkohol und Tabletten. Sucht ist mit einem psychisches Drängen nach dem Suchtmittel, aber auch physischen Erscheinugen verbunden, den Entzugserscheinungen.

Langfristige Auswirkungen bestehen in sozialen Folgen, Verhaltensänderungen, Psychosen und körperlichen Spätfolgen, wie Leberzirrhose.

 

Illegale Drogen und deren Symptome und Merkmale:

Morphium, Heroin, Methadon

Diese Stoffe unterliegen dem Beteubungsmittelgesetz und bewirken einen Rauschzustand mit starker Euphorie. Das Selbstbewußtsein wird dabei deutlich gesteigert. Lässt die Wirkung der Droge nach, fällt der Betroffene in Apathie, also Teilnahmslosigkeit.

Wie bemerkt ein Aussenstehender, dass diese Drogen genommen wurden? Ein Markantes Kennzeichen sind die verengten Pupillen. Rötung im Gesicht, Hautjucken und Benommenheit sind weitere Merkmale. Diese Stoffe besitzen ein starkes Suchtpotential. Es kommt zur physischen und psychischen Abhängigkeit (Persönlichkeitsstörungen) und zu entsprechenden Entzugssymptomen wie Muskelkrämpfe Erbrechen und Schwitzen. Diese Erscheinungen können über Wochen andauern.

 

Canabis

Am häufigsten von allen Drogen wird Canabis eingenommen. Dieser aus Hanfpflanzen gewonnene Stoff wird geraucht oder gegessen und hat den Höhepunkt seiner Wirkung nach 20 bis 30 Minuten. Die Wirkung schafft eine heitere Euphorie, welche 2-3 Stunden anhalten kann. Das Erleben von Raum und Zeit ändert sich, die Wahrnehmungsfähigkeit wird gesteigert und es kommt zu Denkstörungen.

Im Gegensatz zum Heroin sind bei diesem Stoff die Pupillen geweitet. Die Abhängigkeit ist in erster Linie eine psychische. Entzug ist verbunden mit Reizbarkeit und Ängstlichkeit.

 

Kokain

Die Kokapflanze wächst in Peru, Ihre Wirksoffe wurden chemisch nachgebildet und so sind die sogenannten Amphetamine entstanden, wie Speed, Crystal und Ice. Diese Stoffe bewirken Euphorie, Wachheit und Wohlbefinden. Hungergefühle und Müdigkeit werden verdrängt.

Geweitete Pupillen und schlechte Grundstimmung verbunden mit starkem Hungergefühl charakterisieren die Entzugserscheinungen.

 

Weitere Abhängigkeiten

Mit den Momentanen technischen Möglichkeiten entstehen in immer kürzeren Zeitabständen neue Drogen, die oft im Internet unter unauffälliger Bezeichnung verkauft werden. Wird diese Droge in irgendeiner Weise auffällig im strafrechtlichen Sinne wird das Produkt kurzfristig wieder aus dem Verkehr gezogen.

Synthetisches Mutterkorn, Lacke, Benzin Äther auch die so genannten KO Tropfen haben weiterhin Bedeutung.

Medikamentenabhängigkeit oft auch in Zusammenhang mit anderen Stoffen z.B. Alkohol stellt ebenfalls ein Problem dar.

Tabakabhängigkeit ist ein bekanntes gesamtgesellschaftliches Problem, in Hinblick auf die gravierenden gesellschaftlichen und persönlichen Probleme.

 

Alkoholsucht

Ab wann ist man eigentlich alkoholsüchtig wird oft gefragt, gemeint ist wie viel kann ich trinken um nicht als Alkoholiker zu gelten. Wie bei allen Drogen dann, wenn es Ohne Alkohol nicht mehr geht, der Betroffene die Kontrolle über den Alkoholkonsum verliert und das betrifft zumindest zeitweise 5% der erwachsenen Bevölkerung.

Das Trinkverhalten kann in 5 Stufen eingeteilt werden und reicht vom Gelegenheitstrinker der ohne Kontrollverlauf den Alkohol konsumiert bis Quartalstrinker, der den Vollrausch anstrebt und tagelang im Rausch bleiben kann.

Bei Alkoholentzug treten Symptome auf, die im günstigen Fall innerhalb 3-7 Tagen wieder wegfallen. Professionelle Hilfe ist dabei ein Erfolgsfaktor.

Das Delirium tremens ist ein durch Entzug bei 5-10% der Betroffenen auftretender lebensgefährlicher Zustand mit Bewusstseinsstörungen, Desorientierung und Haluzinationen. Die berühmten weißen Mäuse werden hier also scheinbar zur Realität. Ein Epileptischer Anfall kann der Einstieg in das Delir sein.

Woran erkennt man nun den Alkoholiker? Säufernase, Hautrötungen, Potenzstörungen und die oft kaschierte Fahne sind nach außen wahrgenommene Merkmale.

Körperliche Folgen können sein Fettleber, Magenentzündungen, Blutdruckprobleme, zitternde Gliedmassen bis hin zu krankhaften Gehirnveränderungen. Der Alkoholismus bringt auch unter Umständen soziale Folgen mit sich die das Familienleben negativ beeinflussen oder gar zerstören.