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Verdauung

Sodbrennen, Reflux oder Saures Aufstoßen

Speisebrei und Magensaft kommen immer wieder hoch, begleitet von brennenden, drückenden Schmerzen hinter dem Brustbein (Sodbrennen)

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein muskulöser Schlauch, der die Mundhöhle mit dem Magen verbindet. Ihre Muskelwand transportiert alles Geschluckte zum Magenmund (Cardia). Ringmuskel und Schleimhautfalten an dieser Stelle verhindern, daß der Mageninhalt nach oben zurückfließt. Die Speiseröhre ist von Schleimhaut ausgekleidet, die nicht gegen Säure geschützt ist.

 

Sodbrennen, Reflux oder Saures Aufstoßen

 

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein muskulöser Schlauch, der die Mundhöhle mit dem Magen verbindet. Ihre Muskelwand transportiert alles Geschluckte zum Magenmund (Cardia). Ringmuskel und Schleimhautfalten an dieser Stelle verhindern, daß der Mageninhalt nach oben zurückfließt. Die Speiseröhre ist von Schleimhaut ausgekleidet, die nicht gegen Säure geschützt ist.

 

Beschwerden

Speisebrei und Magensaft kommen immer wieder hoch, begleitet von brennenden, drückenden Schmerzen hinter dem Brustbein (Sodbrennen). Die Beschwerden können in immer den gleichen, aber individuell unterschiedlichen Abständen nach dem Essen auftreten.

 

Ursachen

  • Schwäche des Schließmuskels der Speiseröhre (Cardia-Insuffizienz)
  • Übergewicht.
  • Schwangerschaft.
  • Zwerchfellbruch.

 

Erkrankungsrisiko

Wer viel raucht und viel Alkohol und Kaffee trinkt, wird oft sauer aufstoßen. Während der Schwangerschaft erhöhen enge Kleidung, Übergewicht und der Druck gegen den Magen die Neigung zum Aufstoßen.


Mögliche Folgen und Komplikationen

  • Schmerzen beim Schlucken. Beim Essen entsteht das Gefühl, daß etwas im Hals steckenbleibt.
  • Speiseröhrenentzündung.

 

Vorbeugung

  • Rauchen, Kaffee – und Alkoholkonsum meiden.
  • Verzichten Sie möglichst auf Fetthaltiges und Süßigkeiten, halten Sie die Abendmahlzeit klein; keine Spätmahlzeit. Essen Sie in aufrechter Haltung. Schlucken Sie mehrmals hintereinander.
  • Vermeiden Sie Übergewicht, zu enge Kleidung und ständiges Sitzen. Beugen Sie sich nach dem Essen möglichst nicht nach vorne.
  • Stellen Sie den Kopfteil des Bettes höher.

 

Wenn immer wieder saurer Nahrungsbrei hochkommt und die Beschwerden nicht von selbst vergehen, sollten Sie zum Arzt gehen

 

Selbsthilfe

Übergewicht abbauen.


Behandlung

Die Behandlung der Refluxbeschwerden entspricht der der Speiseröhrenentzündung.

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Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis), brennender Schmerz

Hinter dem Brustbein entsteht- meist nach den Mahlzeiten und im Liegen – brennender und drückender Schmerz (Sodbrennen Speiseröhrenentzündung)

Hinter dem Brustbein entsteht – meist nach den Mahlzeiten und im Liegen – brennender und drückender Schmerz (Sodbrennen), der sich bis zum Hals hinaufziehen kann. Manchmal kommen Speisebrei und Magensäure hoch. Manchmal sind nächtliches Husten oder Atemnot und Heiserkeit ein Symptom dieses Refluxes.

Schluckbeschwerden sind besonders stark bei sehr kalten und heißen Speisen.

 

Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis), brennender Schmerz

 

Ursachen

  • Alkohol- und Zigarettenmißbrauch.
  • Saures Aufstoßen.
  • Reizung durch Medikamente. Besonders Kapseln können in der Speiseröhre klebenbleiben. Zu den gefährlichen Mitteln gehören Schmerzmittel mit Azetylsalizylsäure oder Indometazin, Eisensulfat, Betablocker und Tetrazykline.
  • Pilzinfektion der Speiseröhre.
  • Zwerchfellbruch.
  • Verletzungen (z. B. durch Fischgräten) oder Verätzungen (z. B. durch Säuren und Laugen).

 

 

Das Erkrankungsrisiko steigt

Durch Rauchen und Alkoholmissbrauch.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Es können Vernarbungen und Verengungen und blutende Geschwüre auftreten.


Vorbeugung

  • Zigarettenrauchen und Alkohol meiden.
  • Medikamente immer mit einem großen Glas Wasser und in aufrechter Haltung einnehmen. Ein bewährtes Gleitmittel sind ein paar Bissen Banane, nach der Medizin geschluckt.

 

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Sofort, wenn starke Schmerzen und Schwierigkeiten beim Schlucken schlimmer werden und Blut erbrochen wird. Dieses sind auch Alarmzeichen für einen Krebs der Speiseröhre. Um das abzuklären, dient eine endoskopische Untersuchung.


Selbsthilfe

  • Zigaretten, Zitrusfrüchte und Alkohol meiden.
  • Übergewicht abbauen.
  • In aufrechter Haltung essen, gut kauen und in kleinen Bissen schlucken. Die letzte Mahlzeit am Tag sollte die kleinste sein.
  • Den Kopfteil des Bettes hochstellen.

 

Behandlung mit Medikamenten

Säurebindende Medikamente können gegen die brennenden Schmerzen und die Entzündung helfen. Als optimal gelten H² Blocker. Pilzinfektionen werden mit Pilzmitteln behandelt.


Behandlung mit Operation

Sie ist angebracht, wenn Medikamente die Beschwerden nicht ausreichend lindern und ein Zwerchfellbruch die Ursache der Speiseröhrenentzündung ist. Sie kann endeskopisch durch einen kleinen Schnitt in der Bauchdecke durchgeführt werden. Es sind nur drei Tage Krankenhausaufenthalt notwendig.

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Speiseröhrenverengung und Speiseröhrendivertikel

Speiseröhrendivertikel (Ausbuchtungen der Speiseröhren-Schleimhaut) und Speiseröhrenverengung (Ösophagus-Stenose), Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre

Druck- und Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre, Schluckbeschwerden. Immer wieder kommt unverdauter Speisebrei hoch. Auffällig ist das Glucksen, das beim Sprechen entsteht.

Ursachen

Die Schleimhaut der Speiseröhre bildet sackähnliche Ausstülpungen, Speisereste bleiben darin hängen; die Muskelwand verdünnt sich.

Mit solchen Divertikeln kann man beschwerdefrei leben.

 

Speiseröhrenverengung und Speiseröhrendivertikel

 

Erkrankungsrisiko

Speiseröhrendivertikel sind nicht sehr häufig.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Es kann zu schweren Speiseröhrenentzündungen kommen. Der Speisebrei kann versehentlich in die Luftröhre gelangen. Die Folge kann ein Lungenabszeß sein.


Vorbeugung

Ist nicht möglich.

 

Wenn die genannten Beschwerden auftreten, sollten sie zum Arzt gehen


Selbsthilfe

Kleine Portionen essen, gut kauen, vorsichtig schlucken.


Behandlung

Speiseröhrendivertikel müssen chirurgisch entfernt werden. Dieses ist eine relativ aufwendige Operation unter Vollnarkose.

 

Speiseröhrenverengung (Ösophagus-Stenose)

 

Beschwerden

Starke, krampfartige Schluckbeschwerden mit Druck – und Würgegefühl. Das Atmen schmerzt oder ist sogar behindert.


Ursachen

Narben von Geschwüren (Ulkus) oder Verätzungen der Schleimhaut verengen die Speiseröhre. Selten können Erkrankungen wie Sklerodermie die Speiseröhre verengen. Auch das Veröden von Krampfadern in der Speiseröhre kann Narben hinterlassen.


Erkrankungsrisiko

Speiseröhrenverengung ist selten. Das Risiko steigt bei Verätzung und bei Geschwüren.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Andauernde Schluckbeschwerden. Versehentlich kann Speisebrei in die Luftröhre gelangen. Die Folge kann ein Lungenabszeß sein. Das erschwerte Essen führt auch zu Gewichtsverlust.


Vorbeugung

Ist nicht möglich.

Wenn die Schluckbeschwerden nicht nachlassen, sollten Sie zum Arzt gehen

 

Selbsthilfe

Gut kauen, vorsichtig schlucken.


Behandlung

Ärzte können die Speiseröhre dehnen, indem sie mit einem Endoskop erweiternde, metallene „Oliven“ einführen (Bougierung). Dieses macht die Speiseröhre für eine längere Zeit wieder durchgängig.

Bei Narbenbildung oder Verengungen nach einer Verätzung ist oft eine Operation notwendig. Dabei muss das erkrankte Stück der Speiseröhre entfernt werden (Ösophagusresektion) und durch ein Stück des Dickdarms ersetzt werden (Coloninterposition). Dieses ist ein schwieriger, risikoreicher Eingriff.

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Speiseröhrenkrebs, im Frühstadium keine Beschwerden

Speiseröhrenkrebs tritt meist erst nach dem 60. Lebensjahr auf, Menschen mit Speiseröhrengeschwüren haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken

Im Frühstadium treten keine Beschwerden auf. Später beginnen Schluckbeschwerden. Sie können sich so steigern, dass man nicht mehr schlucken kann. Gewichtsabnahme,  Mundgeruch, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen hinter dem Brustbein kommen hinzu.

 

Speiseröhrenkrebs, im Frühstadium keine Beschwerden

 

Ursachen

Warum sich Krebs entwickelt, ist nicht bekannt.


Erkrankungsrisiko

Speiseröhrenkrebs tritt meist erst nach dem 60. Lebensjahr auf. Er trifft zu 80 Prozent Männer. Gefährdet sind vor allem Personen, die viel hochprozentige Alkoholika trinken und rauchen.

Menschen mit Speiseröhrengeschwüren haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Der Tumor kann sich rasch ausbreiten und in Lunge und Leber Metastasen bilden.


Vorbeugung

Mäßigung beim Rauchen und Trinken.

 

Hartnäckige Schluckbeschwerden sind ein Warnsignal für Krebs der Speiseröhre: Sobald wie möglich in ärztliche Behandlung. Mit einer Spiegelung wird auf Krebs untersucht.

 

Selbsthilfe

Den Krankheitsverlauf kann alles günstig beeinflussen, was Freude macht und guttut.


Behandlung

Ein Krebs im oberen Drittel der Speiseröhre kann kaum operiert werden. Im mittleren Drittel kann eine kombinierte Behandlung durch Operation und Bestrahlung helfen. Krebs im unteren Drittel muss operiert werden. Jeder vierte kann geheilt werden.

Eine Laserbehandlung kann eine verengte Speiseröhre sofort erweitern, ohne dass eine Operation notwendig ist. Nach Radiumbestrahlung nehmen die Schluckbeschwerden schlagartig ab.

Sie sollten gemeinsam mit dem Behandlungsteam erörtern, welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind, und ein Programm festlegen, um die Beschwerden zu lindern. Psychotherapie kann den Gesundungsprozess unterstützen. Auch Selbsthilfegruppen können dazu beitragen, die Krankheit seelisch zu verarbeiten. Alternativmedizin kann das Befinden verbessern, aber es fehlt der Nachweis, dass sie das Tumorwachstum hemmt.

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Krebs im Mundbereich, Brennen, Fremdkörpergefühl

Das Risiko an Krebs im Mundbereich zu erkranken steigt für Männer ab 45 und alle, die täglich eine Packung Zigaretten rauchen bzw. Tabak kauen

Die Beschwerden sind uncharakteristisch: Brennen, Fremdkörpergefühl, Taubheitsgefühle unter dem Zahnersatz, Blut im Speichel. Jedes knotige, geschwürige Gebilde oder verhärtete Gebiet der Zunge, des Zungengrundes und der Mundschleimhaut ist krebsverdächtig (Ausnahme: Aphthen, ebenso ständige Druckstellen.

 

Krebs im Mundbereich, Brennen, Fremdkörpergefühl

 

Ursachen

Rauchen. Tumoren an Zunge und Mundschleimhaut können durch gebrochene Zähne, überquellende Zahnfüllungen oder unpassende Prothesen provoziert werden. Gutartige Zungentumoren können sich zu Krebs entwickeln.


Erkrankungsrisiko

Das Risiko steigt für Männer ab 45 und alle, die täglich eine Packung Zigaretten rauchen bzw. Tabak kauen und regelmäßig Alkohol trinken. Arbeiter in der Galvanisation und Metallschleiferei sind zusätzlich gefährdet.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Schleimhauttumoren mit weniger als einem Zentimeter Durchmesser können meist geheilt werden. Krebszellen befallen jedoch die zahlreichen Lymphknoten im Mund – und Halsgebiet früh. In jedem dritten Fall besteht dann das Risiko, dass sich zusätzlich ein weiterer Tumor in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre oder Lunge bildet.


Vorbeugung

Stellen Sie möglichst das Rauchen ein. Lassen Sie Ihre Zähne zweimaljährlich zahnärztlich kontrollieren.

Bei den ersten Anzeichen von Verhärtung, Knötchen, rötlich verfärbter Geschwürbildung besonders am Mundboden, an der Zungenunterseite, am weichen Gaumen und an den Wangeninnenseiten, sollten Sie zum Arzt gehen. Mit einem Abstrich sind Krebszellen früh zu erkennen.

 

Selbsthilfe

Unternehmen Sie, was Ihnen Freude macht und guttut, das kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.


Behandlung

Eine medikamentöse oder alternative Behandlung gibt es nicht. Jeder Krebs im Mundbereich muß chirurgisch entfernt werden. Oft müssen Teile des Kieferknochens, des Gesichts- oder Halsbereichs mit entfernt werden. In fortgeschrittenem Stadium ist zusätzlich eine Chemotherapie, zur Nachbehandlung eine Röntgenbestrahlung sinnvoll. Selbst bei weitreichenden Eingriffen können Entstellungen des Gesichts vermieden werden. Mit körpereigenem Gewebe, Knochen und Prothesen wird das Gesicht so gut wie möglich wieder aufgebaut.

Diese Wiederherstellung sollte möglichst bald nach der ersten Operation beginnen. Sie erfordert in jedem Fall Geduld und Mitarbeit der Betroffenen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eventuell notwendige Gesichtsprothesen (Epithesen) meist vollständig. Es ist sinnvoll, das Angebot einer Rehabilitations – oder Nachsorgekur anzunehmen. Eine Psychotherapie kann helfen, mit der Krankheit und den Prothesen besser zurechtzukommen.

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Speicheldrüsenentzündung, Speicheldrüse schwillt an

Speicheldrüsenentzündung (Parotitis), die Speicheldrüse schwillt schmerzhaft an, Zungenentzündung (Glossitis) und
Weißschwielenkrankheit (Leukoplakie)

Speicheldrüsenentzündung, die Speicheldrüse schwillt schmerzhaft an. Ihr Ausgang kann eitrig entzündet sein.

Bakterien im Drüsengang können die Entzündung auslösen, ebenso Mundschleimhauterkrankung, Speichelsteine, gut- oder bösartige Tumoren, Strahlentherapie.

Bei geringem Speichelfluß, bei Darmerkrankungen, die die Schleimhäute austrocknen lassen, und bei Leberentzündung. Speicheldrüsenentzündungen können eine Spätfolge von Mumps im Kindesalter sein.

 

 

Speicheldrüsenentzündung

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Relativ häufig sind die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen im Unterkiefer durch Steine verlegt. Sie können eitrig einschmelzen und nach außen durchbrechen.

 

Vorbeugung

Ist nicht möglich.

Wenn die Schmerzen heftig werden, sollten Sie zum Arzt gehen.

 

Selbsthilfe

Zitrone zu essen oder Kaugummi zu kauen fördert die Absonderung von Speichel etwas.

 

Behandlung

Antibiotika bekämpfen die Entzündung. Manchmal müssen Ärzte die Drüse operativ entfernen. Speichelsteine müssen bei örtlicher Betäubung chirurgisch entfernt werden.

 

Zungenentzündung (Glossitis)

 

Beschwerden

Die Zunge wird glatt und dunkelrot. Sie kann anschwellen, brennen und schmerzen.

 

Ursachen

Reizung durch scharfkantige Zähne, schlechtsitzende Prothesen, Alkohol, Tabak, scharfe Gewürze, Mundwasser; Verbrennung oder mechanische Verletzung. Vitamin-B- oder Eisenmangel. Verschiedene Hauterkrankungen, Diabetes, Syphilis. Psychische Ursachen.

 

Das Erkrankungsrisiko steigt

Bei mangelhafter Mundhygiene und Rauchen.

 

Mögliche Folgen und Komplikation

Beschwerden beim Essen und Atmen.

 

Vorbeugung

Regelmäßige Mundpflege.

Wenn die Zungenentzündung trotz Selbsthilfe einige Tage anhält. Sie kann Vorbote einer perniziösen Anämie sein, Zeichen einer Zöliakie, mitunter auch einer Eisenmangel-Anämie,

 

Selbsthilfe

Mundspülungen mit dreiprozentiger Wasserstoffperoxid-Lösung, Salbei- oder Kamillentee.

 

Behandlung

Die Ursachen müssen behandelt werden.

 

Weißschwielenkrankheit (Leukoplakie)

 

Beschwerden

Weißbläuliche Flecken an Zungenrändern und an der Mundschleimhaut, die rauh werden und verhornen.

 

Ursachen

Wahrscheinlich chronische Reizung durch defekte Zähne, Zahnfüllungen. Pfeifenrauch oder die Angewohnheit, mit der Zunge gegen den Gaumen zu pressen bzw. die Wangen einzuziehen.

 

Erkrankungsrisiko

Die Krankheit tritt vorwiegend bei Männern zwischen dem 25. und 55. Lebensjahr auf. Das Risiko steigt durch Einwirkung von Kadmium und radioaktive Substanzen im Zigarettenrauch.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Besonders bei Raucherinnen kann sich Krebs entwickeln.

 

Vorbeugung

Möglichst nicht rauchen.

 

Suchen Sie bei den typischen Anzeichen auf jeden Fall Hautarzt oder Zahnarzt auf.

 

Selbsthilfe

Ist nicht möglich

 

Behandlung

DieUrsachen müssen beseitigt, die Schwielen unter Umständen chirurgisch entfernt werden.

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Pilzinfektion der Mundschleimhaut , Soor

Pilzinfektion der Mundschleimhaut, Schmerzen im Mund, cremige weiße Flecken, die bluten, wenn man sie entfernt, eventuell Lymphknoten im Nacken geschwollen

Das Erkrankungsrisiko für eine Pilzinfektion der Mundschleimhaut steigt bei der Anwendung von Antibiotika, der Inhalation von Kortisonen (zum Beispiel bei Asthma), nach einer Strahlentherapie und wenn die Speichelproduktion nachläßt.

 

Pilzinfektion der Mundschleimhaut, Soor

 

Ursachen

Pilzinfektion.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Der Pilz kann sich im gesamten Körper ausbreiten.

 

Vorbeugung

Antibiotika nur gezielt einsetzen. Nach jedem Inhalieren von Kortisonen den Mund kräftig mit Wasser ausspülen.


Sobald Beschwerden auftreten sollten sie zum Arzt gehen.


Selbsthilfe

Ist nicht möglich.

 

Behandlung

Ärztin oder Arzt sollten durch eine Laboruntersuchung feststellen, ob und welcher Pilz die Erkrankung ausgelöst hat. Erst dann können sie gezielt das entsprechende Pilzmittel verschreiben.

 

Aphthen

 

Beschwerden

Meist runde, stark schmerzende Stellen an Lippen – und Wangenschleimhaut, die weißlich verfärbt und rot umrandet sind. Manchmal treten sie auch auf der Zunge auf.

 

Ursachen

Virusinfektion.

Die Krankheitserreger befinden sich im Körper der meisten Menschen. Wenn die Widerstandskraft nachläßt, kann die Erkrankung ausbrechen.

 

Das Erkrankungsrisiko steigt

Bei Streß und Abwehrschwäche.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Appetitlosigkeit.

 

Vorbeugung

Ausgeglichene Lebensweise.


Zur Abklärung der Diagnose sollten Sie zum Arzt gehen

 

Selbsthilfe

Gönnen Sie sich Muße.

 

Behandlung

Mittel zur örtlichen Betäubung können die Beschwerden für kurze Zeit lindern. Sie werden mit Wattestäbchen auf die Aphthen getupft. In schwierigen Fällen können auch Mittel, die Aciclovir enthalten, die Erscheinungen lindern.

Wenn Aphthen häufig wiederkehren und sehr belasten, können Ärztin oder Arzt mit dem Spritzen von Gammaglobulin das Abwehrsystem unterstützen.

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Mundschleimhautentzündung (Stomatitis, Mundfäule)

Bei einer Mundschleimhautentzündung schmerzt die Mundschleimhaut, brennt, ist gerötet und geschwollen, manchmal bilden sich Bläschen oder Geschwüre

Die Mundschleimhaut schmerzt, brennt, ist gerötet, geschwollen. Gelegentlich fühlt sie sich selbst dann trocken an, wenn sie mit Flüssigkeit benetzt wird. Manchmal bilden sich Bläschen oder gar Geschwüre. Die Zunge kann belegt und gelblich bis dunkelrot verfärbt sein. Festere Nahrung zu essen schmerzt, das Geschmacksempfinden ist beeinträchtigt. Eventuell tritt fauliger Geruch auf, der dem Mund unangenehm entströmt, verbunden mit leichtem Fieber.

 

 

Mundschleimhautentzündung (Stomatitis, Mundfäule)

 

Ursachen

Mangelnde Mundhygiene. Daneben: Verletzung durch scharfkantige Zähne, Bißwunden, Reizung durch Tabakrauch, allergische Reaktionen auf Kunststoff- und Metallteile von Zahnersatz, Mangel an Vitamin Bund C und an Eisen, bakterielle Infektionen, Blutkrankheiten, Arbeit in großer Hitze, Laugendämpfe. Vergiftungen durch Schwermetalle.

 

Das Erkrankungsrisiko steigt

Durch mangelnde Mundhygiene. Rauchen, allergisierende Prothesenteile und – pflegemittel, vitaminarme Ernährung, oft durch ErnährungsumsteIlung und mangelhafte sanitäre Einrichtungen im Urlaub; bei geschwächter körpereigener Abwehr durch andere Erkrankungen.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Zahnfleischschwund, Appetitlosigkeit, starke körperliche Beeinträchtigung.

 

Vorbeugung

Wichtig ist richtige Mundhygiene. Meiden Sie Mundkontakt zu Personen, die eine Entzündung im Mund haben. Versuchen Sie, nicht zu rauchen.

 

Wann Sie zum Arzt gehen sollten ?

  • Wenn Schwellung, Rötung und Schmerzen trotz Selbsthilfe nach wenigen Tagen nicht zurückgehen, sollten Sie zum Arzt gehen.
  • Bei starkem Mundgeruch und Fieber.
  • Wenn Druckstellen unter Zahnersatz nach einiger Zeit nicht weggehen.
  • Wenn sich Geschwüre entwickeln.

 

Selbsthilfe

Intensive Zahnpflege. Meiden Sie grobe Speisen, und rauchen Sie möglichst nicht.

 

Behandlung

Tägliche professionelle Zahnsäuberung mit Wasserstoff-peroxid-Lösung. Manchmal ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Kritische Zahnmediziner raten davon ab, die Mundschleimhautentzündung mit Gurgelmitteln, Lutschtabletten, Sprays oder Salben zu behandeln. Alle Mittel haben Nebenwirkungen und richten gegen die Ursachen nichts aus.

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Erkrankungen der Verdauungsorgane und Darmerkrankungen

Erkrankungen

 

Stomatitis

Erkrankungen in der Mundhöhle werden als Stomatitis bezeichnet. Die Behandlung obliegt dem Zahnarzt. Entzündungen und Ansiedlung von Pilzen wirken hier schädigend.

Risse in den Mundwinkeln sind oft Hinweise auf chronische Erkrankungen oder Mangelerscheinungen, beispielsweise Eisen oder Vitamin B 12 Mangel.

 

Speiseröhrenerkrankungen

Oft kommt es durch Versagen des Verschlusses der Speiseröhre (Ösophagus) zum Magen hin zur sogenannten Refluxkrankheit. Das Aufstoßen und damit verbundene Rückfliessen von Nahrung und Magensaft bringt Folgen wie Sodbrennen bis hin zum Erbrechen mit sich. Es kann dadurch zu einer bösartigen, also Krebserkrankung kommen.

Hernien sind Erweiterungen der Speiseröhre im Bereich des Bauchfells. Ausstülpungen der Speiseröhre heißen Divertikel.

Das Speiseröhrenkarzinom macht ca. ein Prozent aller Tumore beim Menschen aus. Zunächst entwickelt sich der Krebs ohne Symptome zu zeigen. Fauliges Aufstoßen, Mundgeruch, sowie Druck und Schmerzen hinter Brustbein und im Rücken sind Zeichen für diese Krebserkrankung.

 

Darmerkrankungen

 


Magenerkrankungen

Reizmagen und eine akute Gastritis, also Entzündung der Magenschleimhaut sind häufig anzutreffende Erkrankungen, die oft unsrer Lebensweise geschuldet sind. Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Druckgefühl im Oberbauch, Aufstoßen, unangenehmer Geschmack im Mund, Probleme bei der Verdauung, Blutungen der Magenschleimhaut und Durchfall sind die Merkmale. Ein Großteil der Menschen bildet nach mehr als 50 Lebensjahren eine chronische also ständig bleibende Gastritis aus.

Ein Magengeschwür(Ulkus) liegt dann vor, wenn nicht nur die Magenschleimhaut, sondern auch tiefer liegende Schichten des Magens geschädigt sind.

Das Magenkarzinom ist das fünft häufigste aller Karzinome, Wiederwille gegen Fleisch Leistungsknick, Druckgefühl im Bauch und Brechreiz sind einige der Kennzeichen.

 

Darmerkrankungen

 

Darmerkrankungen im Dünndarm

Ein Ulkus des Zwölffingerdarms (Duodenom) ist ähnlich zu sehen, wie ein Magenulkus. Kritisch ist der durchbruch in die Bauchhöhle. Die austretenden Verdauungssäfte wirken dann in der Bauchhöhle und stellen so eine lebensgefährliche Situation dar.

Wie bei der Speiseröhre auch bilden sich oft Divertikel also Ausstülpungen des Darmes. Malassimilationssyndrom also die verminderte Ausnutzung der in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe durch Störung in der Verdauung oder in der Aufnahme aus dem Darm sind ein Zeichen unserer Zeit. Die Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsbestandteilen wie beispielsweise Laktose nehmen in der Bevölkerung zu. Deshalb kommt es bei der Malassimilation zum Ausscheiden großer Stuhlmengen mit entsprechend geringer Nahrungsaufnahme.

 

Durchfall bei Enteritis

Bei Enteritis liegt eine akute Entzündung des Dünndarms durch Viren, Bakterien, ev. Parasiten, wie Salmonellen, Shigellen, Staphylokokk, Rotaviren vor. Krampfartige Bauchschmerzen, der akute Durchfall kann Blutbeimengung besitzen. Erbrechen, Übelkeit und evt. Fieber können Begleiter bei diesen Darmerkrankungen sein.

 

Zölliakie, Sprue

Bei diesen Darmerkrankungen handelt es sich um eine Unverträglichkeit bei der Verdauung gegenüber von Gliadin welches im Glutenenthalten ist. Gluten ist ein Getreideeiweiß. Werden glutenhaltige Nahrungsmittel gegessen werden kann es zu Durchfall und gegebenenfalls Fettstuhl kommen.

 

Laktasemangel

Laktase ist das Enzym des Dünndarms, welches die Laktose bei der Verdauung aufspaltet. Wenn Laktase fehlt, gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm, dort wird sie durch Bakterien aufgespaltet. Symptome wie Durchfall und Blähungen entstehen (Laktoseunverträglichkeit).

Der Mangel betrifft ca. 10% der Bevölkerung, sodass sich die Nahrungsindustrie auf diese Darmerkrankungen eingerichtet hat.

 

Morbus Chron

Bei Morbus Chron handelt es sich um Darmerkrankungen an welcher meist jüngere Menschen, schubweise erkranken. Diese kann den gesamten Magen-Darm-Trakt von Mund bis Anus betreffen, Häufig ist das terminales Ileumn, also der hintere Teil des Dünndarms betroffen.

Diese chronische Darmentzündung wirkt diskontinuierlich. Bauchschmerzen, Durchfälle ohne Blut, Blähungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Schmerzen im rechten Unterbauch sind Symptome bei diesen Darmerkrankungen.

 

Blinddarmentzündung

Die Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendizitis) im Bereich des Überganges vom Dünndarm zum Dickdarm ist eine der häufigsten Darmerkrankungen im Kindes/Jugendalter. Vor allem Kinder ab Grundschulalter und jüngere Erwachsene erkranken. Bei Infektion durch Darmkeime oder/und durch die Stauung des Wurmfortsatzinhaltes wird der Erkrankungsprozess begünstigt. Die Stauung kann durch Verengung, Abknickung, Narbenstränge, Kotsteine, Würmer oder Fremdkörper zustande kommen.

Bei manchen verläuft die Appendizitis ohne Symptome, ansonsten haben Betroffene zunächst ziehende oft kolikartige Schmerzen in der Nabelgegend , nach einigen Stunden erfolgt eine Schmerzverlagerung in den rechten Unterbauch, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen, belegte Zunge, Schluckauf und hohem Puls.

Kritisch wird die Appendizitis, wenn der Blinddarm aufbricht und der Bauchraum in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

Reizdarmsyndrom

Das als Colon irritabile bezeichnete Reizdarmsyndrom ist eine häufige funktionelle Darmstörung ohne fassbare organische Ursache, scheinbar spielen psychische Ursachen eine Rolle bei diesen Darmerkrankungen. Mensche die am Reizdarm erkrankt sind haben im Mittel das Alter von 30-40 Jahren. Frauen erkranken häufiger als Männer an diesen Darmerkrankungen.

Die Symptome bei diesen Darmerkrankungen bestehen in Stuhlunregelmäßigkeiten, Probleme bei der Verdauung, Durchfall und Verstopfung, die auch im Wechsel auftreten. Bauchschmerzen aller Art – krampfartig, stechend, brennend, Schleimbeimengung, aber kein Blut machen diese Krankheit unangenehm. Diese Beschwerden verschlechtern sich in Stresssituationen.

 

Darmverschluß

Ein inkompletter oder kompletter Stopp der Darmpassage wird als Ileus bezeichnet. Ein mechanischer Verschluss des Darmes oder eine funktionelle Störung der Darmdynamik sind Ursache. Diese meist sehr kritische Erscheinung wird operiert.

 

Hämorrhoiden

Wir kennen innere und äußere Hämorrhoiden. Es handelt sich um eine Vergrößerung und knotenförmige Erweiterung des submukösen arteriovenösen Schwellkörpers im Analkanal. Ursache können Bewegungsmangel, Verstopfung, Abführmittelmissbrauch, zu starke Anspannung des Afterschließmuskels, venöse Abflussstörung im Pfortadersystem sowie Bindegewebsschwäche sein. Die in vier Stadien eingeteilten inneren Hämorrhoiden treten am Ende nach außen und können nicht mehr nach innen gedrückt werden.

Äußerlich Hämorrhoiden treten um die Aftergegend durch gestaute Äste der dort gelegenen Vene auf.

 

Obstipation

Von Obstipation oder Verstopfung spricht man bei weniger als 3 Stuhlentleerungen pro Woche und Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung.

Die Ursachen bei diesen Darmerkrankungen sind sehr unterschiedlich und reichen von Medikamentenwirkung oder Nebenwirkung über Ernährungsmängel bis zu Störungen des Nervensystems.

 

Kolorektales Karzinom

Ist eine Krebserkrankung die vor allem bei Menschen um die 70 Jahre auftritt und in verschiedenen Darmabschnitten anzutreffen ist.

 

Leber und Galle

 

Erkrankungen

Störungen im Bewegungsablauf zwischen Gallenblase, Gallenwege und Gallengang beeinträchtigen die Funktion der Galle Symptome wie morgendliche Übelkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch und deren Ausstrahlung in Rücken und Schulter sind Zeichen für Probleme mit der Galle. Diese äußern sich in Unverträglichkeit von Kaffee, Alkohol, Fett in krampfartige Schmerzen.

Gallensteine und Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege sind die am häufigste auftretenden Beschwerden. Ein Gallenblasenkarzinom kann bei häufigen Gallenblasenentzündungen und Gallensteinleiden entstehen.

 

Bauchspeicheldrüse

Das Organ, der Pankreas, ist ein etwa 15 cm langer, 3-4 cm breiter und 70 bis 100g schwerer Drüsenstrang, welcher in Höhe des 1. und 2. Lendenwirbels liegt. Die Bauchspeicheldrüse besteht aus Kopf, Körper und Schwanz. Das Sekret von Drüsenläppchen fließt durch ein weit verzweigtes System von Ausführungsgängen in den großen Hauptausführungsgang. Dieser mündet gemeinsam mit dem Gallenausführungsgang in den Zwölffingerdarm.

Die Bauchspeicheldrüse produziert ca. 1,5 l Sekret/Tag. Sie produziert Enzyme, die für die Spaltung von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten notwendig sind. Darüber hinaus werden in den Langerhansschen Zellen Hormone gebildet. Diese Produkte sind Glukagon, Insulin und Somatostatin.

 

1 Speiseröhre

2 Zwerchfell

3 Magen

4 Bauchspeicheldrüse

5 Zwölffingerdarm

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen

 

Pankreatits

Als Erkrankung ist die Pankreatits bekannt, die in ihrer akuten Form eine plötzlich einsetzende Entzündung mit Selbst-verdauung und Funktionsbeeinträchtigung ist. Der akute Beginn ist mit starken Dauerschmerzen im Oberbauch verbunden, welche gürtelförmig ihn Oberbauch oder Rücken ausstrahlen können. Übelkeit, Erbrechen, Gesichtsrötung, Blähungen, Darmlähmung bis zum Darmverschluss sind gravierende resultierende Gesundheitsprobleme, welche von Fieber begleitet sein können.

Eine chronische Pankreatitis liegt vor wenn kontinuierlich oder in Schüben die Entzündung fortschreitet bei Verlust der Funktion.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs, das Pankreaskarzinom, ist schwer zu erkennen und hat schlechte Behandlungsprognosen. Die Symptome sind wie bei der Pankreatitis und macht ca. 3,5 % aller Krebserkrankungen beim Menschen aus.

 

Klassische Therapie

Verschiedene Verfahren der Behandlung von Erkrankungen der Verdauung und des Verdauungssystems werden genutzt. Sie bauen auf unterschiedliche invasive und nichtinvasive Diagnoseverfahren auf, Verfahren also die unterschiedlich große Risiken in sich bergen. Als Patient sollte man sich die verschiedenen Verfahren gut erläutern lassen und dann selbst abwägen, inwieweit beispielsweise eine Röntgenuntersuchung durchgeführt werden sollte.

 

Alternative Therapie

Die alternative Therapie für unser Verdauungssystem gibt es nicht. Voraussetzung hier gesund zu bleiben ist eine gesunde ballaststoffreiche Ernährung auf den eigenen Ernährungstyp zugeschnitten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt hier Hilfestellungen unter http://www.dge.de/.

 

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Verdauung

Verdauung und Verdauungstrakt

Aufbau

Um seiner Funktion gerecht werden zu können ist der Verdauungstrakt als langer Schlauch von Mund bis Anus ausgeprägt. So kann er seinen Funktionen von der Zerlegung, Stoffgewinnung und Stoffausscheidung gerecht werden.

Die Stationen der Verdauung sind die Mundhöhle, der Rachen, die Speiseröhre, der Magen mit seinem Magenausgang, der Dünndarm, der Dickdam welcher im Anus endet.

Der Dünndarm besteht aus dem Zwölffingerdarm, dem Leerdarm und dem Krummdarm.

Der sich anschließende Dickdarm besteht aus Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm.

Die Leber mit Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse sind ebenenfalls an der Verdauung beteiligt und sind nach dem Magen angeordnet.

Verdauung

 

 

Funktion der Verdauung

Nach der Nahrungsaufnahme im Mund erfolgt eine mechanische Zerkleinerung durch die Zähne und die Bewegungen der Speiseröhre, der Peristaltik. Die chemische Aufspaltung beginnt ebenfalls im Mund, wo die Kohlenhydrate zerlegt werden. Im Magen werden die Eiweiße aufgespalten und im Darm die Fette und die Kohlenhydrate weiter zerlegt. Die Aufnahme der Nährstoffe erfolgt durch Darmzotten direkt in das Blut. Danach erfolgt die Ausscheidung der Abfallprodukte.

Der Flüssigkeitsumsatz  der Verdauung beträgt ca. 9l/Tag. Davon werden ca. 2l mit Speisen und Getränken aufgenommen. Ca, 7 l bilden Verdauungsdrüsen, davon hat der Mundspeichel ca. 1-1,5l/Tag, der Magensaft ca. 2l/Tag, die Gallenflüssigkeit 0,5-1l/Tag, der Bauchspeicheldrüsensaft 1,5 l/Tag und der Dünndarmsaft 2,5 l/Tag Anteil an der Verdauung

 

Leber und Galle

Die Leber hat eine Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktion und ist an der Verdauung über die Produktion von Galle beteiligt.

Sie besteht aus 4 Lappen. Die Leber ist sehr gut durchblutet, pro Minute fliessen 1 Liter Blut hindurch. Kleine Leberläppchen nehmen Entgiftungsfunktionen wahr. Die Gallenkapillare führt die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit zusammen, sammelt diese in der Galle und gibt sie weiter in den Zwölffingerdarm. Dabei fließt die Gallenflüssigkeit gemeinsam mit dem Sekret Bauchspeicheldrüse durch einen durch beide Organe genutzten Gang in den Zwölffingerdarm.

Die Gallenblase ist ein etwa 8cm langer, birnenförmiger Sack mit Fassungsvermögen von 40 bis 100 ml. Die Menge der Gallenflüssigkeit beträgt 0,5 bis 1l pro Tag. Wenn keine Galle benötigt wird, wird das Wasser entzogen und die Gallenflüssigkeit eingedickt und gespeichert.