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Blut, Immunsystem

(Thrombopenie) Mangel an Blutplättchen

Manchmal bildet der Körper im Anschluß an eine Infektion oder aus noch nicht bekannten Gründen Abwehrstoffe, die die Blutplättchen abbauen(Thrombopenie)

Hautausschlag in Form von kleinen, hell – oder dunkelroten Punkten. Diese Punkte markieren winzige Blutungen unter der Haut. Der Ausschlag kann überall am Körper auftreten, meist beginnt er jedoch an den Beinen. Häufig treten Nasenblutungen und Blutungen unter der Haut auf. Außerdem dauern Blutungen nach Verletzungen länger als normal.

 

(Thrombopenie) Mangel an Blutplättchen

 

Ursachen

Manchmal bildet der Körper im Anschluss an eine Infektion oder aus bisher noch nicht bekannten Gründen Abwehrstoffe, die die Blutplättchen abbauen. Als Nebenwirkung von Krebsbehandlungen und im Gefolge von Leukämie vermindert sich die Zahl der Blutplättchen ebenfalls oft.

Fast alle Medikamente können als seltene Nebenwirkung zu einem Mangel an Blutplättchen führen.

 

Erkrankungsrisiko

Es steigt bei den genannten Ursachen.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Ohne Behandlung können schwere innere Blutungen tödlich enden. Gelegentlich können Gehirnblutungen Lähmungen verursachen.

 

Vorbeugung

Ist nach derzeitigem Wissensstand nicht möglich.

Sobald die beschriebenen Beschwerden auftreten, sollten Sie zum Arzt gehen.

Selbsthilfe

Ist nicht möglich.

 

Behandlung

Vielleicht setzt die Ärztin oder der Arzt alle nicht lebensnotwendigen Medikamente ab, da die Thrombopenie eine Nebenwirkung von Medikamenten sein könnte. Wenn der Blutzerfall aufkörpereigenen Abwehrstoffen beruht, wird die Ärztin oder der Arzt versuchen, mit Kortison die Zerstörung der Blutplättchen zu verhindern. Dadurch bessern sich die Krankheitszeichen innerhalb weniger Wochen oder verschwinden ganz. Bessert sich der Zustand nicht, werden große Mengen Immunglobuline gespritzt oder die Milz wird operativ entfernt (Splenektomie).

Falls das Knochenmark nicht genügend Blutplättchen produzieren kann, müssen sie dem Körper mittels Transfusionen zugeführt werden.

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Haut und Haare

Neurodermitis (Atopische Dermitis, endogenes Ekzem)

Neurodermitis beginnt häufig schon im Säuglingsalter und zeigt die vererbte Bereitschaft, auf bestimmte Allergene besonders empfindlich zu reagieren

Chronische, stark juckende, oberflächliche Entzündung der Haut mit unterschiedlichem Verlauf und unterschiedlichen Krankheitszeichen:

Säuglingsekzem („Milchschorf“ oder „Vierziger“): ab etwa dem dritten Lebensmonat Rötung, Bläschenbildung und Schuppung an Wangen, Gesicht, Kopfhaut.

Atopische Dermitis Jugendlicher und Erwachsener: meist symmetrische Hauterscheinungen an Gesicht, Nacken, Ellenbogen, Kniekehlen mit trockener, geröteter, verdickter, schuppender, zerkratzter Haut; starker Juckreiz, flächenhafte Pigmentverschiebungen (Farbflecken).

 

Neurodermitis (Atopische Dermitis, endogenes Ekzem)

 

 

Ursachen

Die genaue Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt. Neurodermitis beginnt häufig schon im Säuglingsalter und zeigt die vererbte Bereitschaft, auf bestimmte Allergene besonders empfindlich zu reagieren. Bei etwa vier von fünf Kindern besteht die Chance, dass sich das atopische Ekzem nach der Pubertät „auswächst“.

Die Krankheit tritt besonders in emotional belastenden Situationen in immer wiederkehrenden Schüben auf. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass gewisse Nahrungsmittel – besonders Milchprodukte, Eiklar, Zitrusfrüchte – Rötung und Juckreiz hervorrufen können.

Die meisten medizinischen Lehrbücher bestreiten allerdings, dass es einen Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln und Neurodermitis gebe.

Andere Faktoren wie extreme Temperaturschwankungen, Woll – oder Seidenbekleidung, bestimmte Öle und Fette oder allergisierende Chemikalien können Erkrankungsschübe auslösen.

Baden in Süßwasser kann die Erkrankung verschlimmern, während Baden in Meerwasser zu keiner Verschlechterung führt.

 

Erkrankungsrisiko

Von der atopischen Dermitis sind etwa 7 bis 10 Prozent aller Säuglinge und Kinder betroffen. Die Erkrankung tritt häufig bei Menschen auf, die selbst oder deren Familienmitglieder an allergischem Heuschnupfen, Asthma oder Bindehautentzündung leiden.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Typisch für die Neurodermitis ist der heftige, in Phasen auftretende Juckreiz, der zum Zerkratzen der Haut verführt. Die Folge sind oft schwere Hautschäden und die Gefahr von zusätzlichen Infektionen.

Die Erkrankung belastet die Betroffenen und ihre Familie meist sehr. Kinder leiden vor allem nachts unter starkem Juckreiz. Das kann das Zusammenleben der ganzen Familie stören. Weil emotionaler Stress die Beschwerden aber verschlimmert und sie nach Ansicht mancher Ärzte sogar auslösen kann, entsteht hier oft ein Teufelskreis, der Haut und Psyche gleichermaßen betrifft.

Durch ihr Verhalten können Eltern die Neurodermitis des Kindes oft unbewusst aufrechterhalten: Die intensive Zuwendung während eines Krankheitsschubes kann für das Kind eine „Belohnung“ bedeuten, die das Leid durch die Erkrankung übertrifft. Das bedeutet nicht, dass man das Kind nicht liebevoll umsorgen sollte, aber man sollte die Vorgänge schon aufmerksam und kritisch betrachten.

Neurodermitis kann zu Selbstunsicherheit, Zurückgezogenheit und Depression führen und psychotherapeutische Hilfe notwendig machen.

 

Vorbeugung

Eine möglichst lange Stillzeit vermeidet, dass das Kind früh mit Fremdstoffen in Kontakt kommt, gegen die es eine Allergie entwickeln kann.

Manche Fachleute empfehlen, Kinder aus „Atopiker-Familien“ mit hypoallergener Fertignahrung zu füttern, wenn sie nicht gestillt werden. Der Nutzen einer solchen Ernährung ist nicht eindeutig erwiesen.

Wenn Selbsthilfe keine Besserung bringt oder wenn es sich um eine schwere Form der Erkrankung handelt, sollten Sie zum Arzt gehen.


Selbsthilfe

Da es bei Neurodermitis meist keine Heilung, sondern oft nur eine Linderung von Beschwerden gibt, haben sich an vielen Orten Selbsthilfegruppen gebildet. Dort kursieren häufig Empfehlungen für manchmal auch obskure Behandlungen. Bei manchen Kranken bewirkt jede Art von Therapie eine Besserung, egal ob es sich um Diäten, Entspannung, Homöopathie oder ähnliches handelt.

 

Folgende Maßnahmen werden von fast allen Therapierichtungen als sinnvoll beschrieben:

  • Eine möglichst stabile emotionale Situation schaffen. Eventuell Entspannungstechniken erlernen, um einerseits Spannungen und damit Anlässen für neue Krankheitsschübe besser begegnen zu können und um andererseits zu üben, bei Juckreiz nicht zu kratzen. Wer das Gefühl hat, allein mit den Problemen nicht mehr fertig zu werden, sollte sich nicht scheuen, professionelle Hilfe zu suchen.
  • Extrem feuchtes oder extrem trockenes Klima meiden.
  • Bei trockener Raumluft Luftbefeuchter verwenden.
  • Kleidungsstücke aus Wolle oder rauhen Kunststoff-Fasern meiden; günstig sind Stoffe aus Baumwolle.
  • Die Haut möglichst selten mit Reinigungsmitteln traktieren. Meist genügt klares Wasser zum Säubern.
  • Keine schäumenden Badezusätze, sondern Ölbäder verwenden. Nicht mit heißem, sondern nur mit warmem Wasser waschen, duschen oder baden.
  • Nach der Reinigung die Haut mit Pflegelotionen, – creme oder – salben fetten.
  • Kleidungsstücke nach der Wäsche besonders gut spülen. Keine Klar – oder Weichspüler verwenden, dem letzten Spülgang eventuell ein bis zwei Esslöffel Speiseessig beifügen.
  • Wenn die Füße von Ekzemen befallen sind: Hohe und unnötig dicht schließende Schuhe, wie zum Beispiel Gummistiefel, vermeiden. Keine Hausschuhe aus Filz oder Fell tragen, günstiger sind offene Leder- oder Leinenschuhe.
  • Wärme fördert den Juckreiz.
  • Jede Hautinfektion ohne Verzögerung behandeln.
  • Alle Nahrungsmittel meiden, die nicht vertragen werden. Dazu gehören oft Zitrusfrüchte (auch Orangensaft), Kuhmilch, Fisch, Eier, Nüsse, Mandeln, Hülsenfrüchte und Schokolade. Die Belastungen durch eine sehr rigorose Diät können – vor allem bei Kindern – erheblich sein.
  • Mehrwöchiger Aufenthalt in einem für die Haut günstigen Klima (z. B. an der Nordsee oder im Hochgebirge auf mindestens 2000 Meter). Manche Kassen bezahlen solche Kuraufenthalte. Der Wert dieser Kuren ist jedoch umstritten, weil Rückfälle häufig sind.

 

Behandlung

Falls die Selbsthilfemaßnahmen keinen Erfolg haben oder die Beschwerden unerträglich sind, wird der Arzt oder die Ärztin wahrscheinlich Kortisonsalbe oder – creme verschreiben. Kortison heilt nicht, sondern hemmt nur die Entzündung. Nach dem Ende der Anwendung können die
Beschwerden oft vermehrt auftreten.

Vielfältige Nebenwirkungen sind möglich. Eine Neurodermitis kann Monate oder Jahre andauern. So lange darf man aber keinesfalls ununterbrochen mit Kortison behandeln. Deshalb sollte die Verwendung von Kortisonen „Not“situationen vorbehalten bleiben.

Starken Juckreiz in der Nacht können Antihistaminika lindern. Bei chronischer Krankheit können teerhaltige Mittel zweckmäßig sein.