Nase, Augen und Ohren, Aufgaben und Funktionsweise

Hören, riechen, sehen sind die wichtigsten Informationen für alle höheren Lebewesen um sich zu orientieren und zu kommunizieren. Ist eine Funktion defizitär, oder fällt ganz aus, versucht der Körper dies durch Verbesserung der verbleibenden Systeme auszugleichen. Hochspezialisierte Systemkomponenten liefern wichtige Informationen, die dann im Hirn ausgewertet und adäquat vom ganzen Lebewesen beantwortet werden oder ganz einfach ignoriert werden.


Augen


Augen

Der Augapfel liegt in Augenhöhle und hat ca. 24 mm Durchmesser Diese Höhle wird vom knöchernen Schädel gebildet und ist ausgekleidet mit Fettgewebe als Schutz. Der Augapfel wird bewegt durch 6 äußere Augenmuskeln welche die Augen ausrichten. Vor dem Augapfel befinden sich Ober- und Unterlid mit Wimpern als Schutz vor Licht, Schmutz, und Verletzungen.

Drüsen unterstützen die Funktionen der Augen. Die Bindehaut, die Kunjunktiva kleidet die Lider von innen aus, bedeckt den vorderen sichtbaren weißen Abschnitt der sogenannten Lederhaut. Weitere Häute sind die Hornhaut, die Aderhaut.

Der Tränenapparat produziert die Tränenflüssigkeit, eine klare, leicht salzig schmeckende Flüssigkeit mit geringem Eiweißgehalt und antibakteriell wirkenden Anteilen. Die Augenlinse, die der Regulation der Sehschärfe dient, ist über den Ziliarkörper mit den Augenstrukturen verbunden. Die Regenbogenhaut oder Iris dient dem Auge als Blende wie beim Fotoapparat.

Die sich im inneren Auge befindende Netzhaut ermöglicht uns das Sehen und leitet die gewonnenen Bilder an das Hirn weiter. Die Sinneszellen heißen Stäbchen und Zäpfchen, sie wandeln Licht in Nervenimpulse um. Die Stelle des schärfsten Sehens wird gelber Fleck genannte – der blinde Fleck ist die Stelle in der Netzhaut, wo kein Sehen möglich ist. Das Innere des Auges ist mit einer Flüssigkeit gefüllt und wird als Glaskörper bezeichnet.

 

Ohr

Das Äußeres Ohr ist aus zwei Teilen, der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang zusammengesetzt. Die Ohrmuschel besteht aus elastischem Knorpel, nur das Ohrläppchen ist frei von Knorpel. Die Form der Ohrmuschel verursacht eine Verstärkung der Frequenzen zwischen 2-4 kHz und hilft beim Richtungshören.

Der äußere Gehörgang ist leicht s-förmig gekrümmt und ist 3.5 cm lang sowie 5-10 mm weit.

Das Mittelohr besteht aus Trommelfell und Paukenhöhle mit Ohrknöchelchen.

Das Trommelfell ist eine Membran mit dem Durchmesser 1 cm und 0,1 mm Dicke.

Die anschließende Paukenhöhle ist ein spaltförmiger Raum in dem sich die Ohrknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel befinden. Der Hammer ist mit dem Trommelfell verwachsen. Der Steigbügel endet am ovalen Fenster.

Diese Knöchelchenkette vergrößert Vibrationen des Trommelfells bei auftretendem Schalldruck mechanisch. Dadurch entsteht eine Verstärkung um das 22 fache. Diese mechanische Übertragung der Trommelfellschwingungen wird von Muskeln reguliert.

Die Ohrtrompete stellt eine Verbindung zum oberen Rachenraum dar und öffnet sich beim Schlucken, ist sonst geschlossen. Dadurch kommt es zu Luftaustausch und Druckausgleich. Schlucken und Gähnen ist oft die Lösung kleinerer Probleme im Ohr.

Die Warzenfortsatzzellen haben die Aufgabe die Knochenschallleitung zu unterstützen.

Das Innenohr besteht aus dem Labyrinth mit Bogengängen und Schnecke und wird als Cochlea bezeichnet. Es dient als Hörorgan und Gleichgewichtssystem.

Das Gleichgewichtsorgan besteht aus 3 Bogengängen mit Vorhof und Säckchen.

Das Hörorgan, die Schnecke, ist mit Flüssigkeit gefüllt. Ausgangspukt ist das ovalen Fenster. Der Hauptbereich des Hörens liegt beim Menschen bei einer Frequenz zwischen 1.000-4.000 Hz.

Die Schnecke besteht aus einer knöchernen Schnecke und einer häutigen Schnecke. In dieser häutigen Schnecken liegt das eigentliche Hörorgan – das Corti-Organ. Dieses besteht unten aus einer Basilarmembran mit feinen Härchen. Diese werden durch Schallwellen hin und her bewegt. Durch die Bewegung werden Nervenimpulse über den Hörnerv zum Hörzentrum geleitet.

Die Basilarmembran ist nahe des ovalen Fensters schmaler und an Spitze breiter. Je schmaler die Membran, desto höhere Töne werden wahrgenommen.

 

1  Äußeres Ohr

 

2  Mittelohr mit den Gehörknöchelchen

 

3  Innenohr

 

4  Ohrtrompete

 

Nase

Die Nase ist vor allem ein Bestandteil unseres Atmungssystems und in zweiter Linie unser Geruchsorgan. Sie besteht aus einem knöchernen Teil, sowie Knorpel.

Am Dach der Nasenhöhle unter Siebbeinplatte liegt die Riechschleimhaut mit Riechzellen das Riechzentrum.

Die Nasenhöhle ist innen mit Schleimhaut ausgekleidet, die aus mehrreihigem Flimmerepithel mit sogenannten Becherzellen besteht. Diese dienen der Schleimproduktion.

Die Flimmerhärchen bewegen sich und dienen der Vorreinigung, die Schleimhäute zur Anfeuchtung der Luft durch Schleim und zur Erwärmung. Die Riechschleimhaut realisiert die Prüfung und Kontrolle unserer Atemluft auf schädliche Stoffe. Die Nase mit ihren verschiedenen Nasenhöhlen ist Resonanzraum für die Stimme.