Hautpflege und Hautreinigung für die verschiedenen Hauttypen

Regelmäßige Hautpflege und Hautreinigung  trägt zum Wohlbefinden bei, erhält die Haut sauber und kann Krankheiten verhindern

Eine angemessene Hautpflege berücksichtigt den Hauttyp: trocken, normal oder fettig. Allerdings schwankt der Hauttyp bei fast allen in Abhängigkeit von der Jahreszeit (im Winter ist die Haut trockener als im Sommer), vom Hormonspiegel und vom allgemeinen Gesundheitszustand. Manche Menschen weisen sogar im Gesicht verschiedene Hauttypen auf.

Hautpräparate für Hautpflege und Behandlung gibt es als Salben, Cremes, Lotionen und Lösungen.

Salben sind fettig und enthalten wenig oder gar kein Wasser. Sie eignen sich zum Einfetten, besonders auf feuchter Haut, und bleiben als fettige Schicht auf der Haut.

Cremes sind Emulsionen, also stabile Mischungen von Wasser und Fett. Man unterscheidet zwei Typen: Wasser-in-Öl-Emulsionen sind sehr fetthaltig und lassen sich nicht so leicht auf der Haut verteilen. Öl-in-Wasser-Emulsionen sind weniger fetthaltig, lassen sich leicht verteilen und ziehen schnell ein.

Lotionen für die Hautpflege sind Mixturen aus Öl, Wasser und Pulver. Sie sind einfach aufzutragen, wirken kühlend und trocknen akut entzündete und nässende Hautstellen aus. Lotionen müssen vor Gebrauch geschüttelt werden. Lösungen bestehen aus Wasser oder Alkohol, in denen Feststoffe aufgelöst sind. Lösungen wirken wie Lotionen austrocknend.

 

Hautpflege

 

Hautreinigung

Bei jedem Waschen lösen Wasser, aber noch mehr Seifen, Duschbäder usw. von der Haut Schmutz, Fettstoffe, Schuppen und feuchtigkeitsbindende Substanzen ab. In der Folge wird die Haut trocken und rauh. Die gesunde Haut ersetzt das entzogene Fett normalerweise innerhalb kurzer Zeit. Außerdem enthalten die meisten Hautreinigungsmittel rückfettende Substanzen.

Zu häufiges Waschen ohne nachträgliches Einfetten des Körpers kann die Haut austrocknen lassen und schuppig machen.

 

Seifen, Syndets, Reinigungsmilch, Gesichtswasser für die Hautpflege

Syndets sehen aus wie Seifen, enthalten jedoch künstlich hergestellte waschaktive Wirkstoffe. Syndets haben gegenüber Seifen den Vorteil, daß ihr pH-Wert von etwa 6 dem leicht sauren Milieu der Haut entspricht, während Seifen einen alkalischen pH-Wert um 10 haben.

 

  • Bei fettiger Haut sind Syndets für die Hautpflege vorzuziehen, weil sie die Haut stärker entfetten als Seife.
  • Bei trockener Haut ist Seife vorzuziehen, besonders dann, wenn sie einen hohen Anteil an rückfettenden Stoffen enthält (Babyseife).
  • Gesunde Haut verträgt sowohl Seife als auch die teureren Syndets. Wer sich zu häufig wäscht, kann der Haut mit beiden Produkten schaden.
  • Pflegeprodukte für Babys sollten möglichst wenige Zusatzstoffe, also auch keine Duftstoffe, enthalten.
  • Feste Seifen und Syndets haben gegenüber flüssigen Waschlotionen den Vorteil, daß sie keine Konservierungsmittel enthalten.
  • Besonders schonend reinigt man die Haut mit Reinigungsmilch. Das ist eine dünnflüssige Öl-in-Wasser-Emulsion, die auf die Haut aufgetragen und mit Wasser abgewaschen wird. Reinigungsmilch entfettet verhältnismäßig wenig. Mit ihr entfernt man vor allem Make-up.
  • Gesichtswasser enthält Alkohol und wirkt erfrischend. Fachleute raten jedoch wegen der stark entfettenden und austrocknenden Wirkung von ihrer Anwendung ab.

 

Trockene Haut

Trockene Haut neigt zur Schuppenbildung, ist glanzlos, wird eher faltig und erzeugt häufig ein gespanntes Gefühl auf der Haut.

Trockene Haut kommt häufig vor bei

 

  • älteren Menschen aufgrund der eingeschränkten Talgdrüsenfunktion.
  • Menschen, die sich viel in zentralgeheizten Räumen oder Räumen mit Klimaanlage aufhalten.
  • Personen, die stark entfettende Seifen oder Dusch- und Badezusätze in Schaumform verwenden.

 

Trockener Haut mißfällt häufiges Baden. Je heißer ein Bad oder eine Dusche, um so mehr Feuchtigkeit wird der Haut entzogen. Nach dem Waschen oder Baden sollte man trockene Haut mit Cremes oder Lotionen pflegen. Sie sorgen dafür, daß die Haut Feuchtigkeit besser speichern kann. Pflegemittel für trockene Haut sind eher fettreich.

 

Die Wahl des Pflegemittels

Welche Hautpflege sich am besten eignet, zeigt eine „Streichelprobe“: Wenn sich die Haut schon bald nach dem Auftragen wieder trocken anfühlt, empfiehlt sich ein fettreicheres Produkt (meist ist das eine Wasser-in-ÖI-Emulsion). Ein klebriger Fettglanz zeigt hingegen, daß die Haut übersättigt ist und eine Öl-in-Wasser-Emulsion ausreicht.

Leider geben die Hersteller von Allzweckcremes nur selten an, welchen Emulsionstyp sie verwenden. Bei sogenannten Tagescremes handelt es sich meist um Öl-in-Wasser-Emulsionen, während die Nachtcremes meist Wasser-in-Öl-Emulsionen sind.

 

Normale Haut

Die normale Haut ist mit einem Wasser – und Fettmantel überzogen, der meist keiner besonderen Hautpflege bedarf. Ab etwa dem 25. Lebensjahr sondern die Talgdrüsen der Haut weniger Talg ab. Das bedeutet, daß die Haut mit zunehmendem Alter langsam trockener wird.

Die normale Haut ersetzt das bei der Reinigung entzogene Fett innerhalb kurzer Zeit von selbst.

 

Fettige Haut

Bei der fettigen Haut sondern die Talgdrüsen vermehrt Fett ab. Dabei erweitern sich die Poren. Fette Haut kann glänzend erscheinen, wenn der vermehrte Fettfluß ölig ist, oder trocken, wenn das Fett bereits im Haarbalg eintrocknet. Viele Menschen haben beide Arten von fetter Haut: Häufig sind Stirn, Nase und Kinn ölig und die Wangen trocken.

Pflegemittel für die fette Haut sind fettarm und enthalten entfettende Wirkstoffe. Sie sollten zweimal täglich aufgetragen werden.