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Gesundheit Allgemein

Erfrierung, Unterkühlung und Elektrischer Schock

Bei leichten Erfrierungen helfen Wechselbäder, bei denen der betroffene Körperteil etwa drei bis vier Minuten in warmes Wasser getaucht wird

 

Unterkühlung

Bei längerem Aufenthalt in kaltem Wasser, in kalter Umgebung oder längerem Liegen im Freien, beispielsweise nach einem Ski – oder Lawinenunfall, kann es zur Unterkühlung kommen. Bei einer Körpertemperatur zwischen 34 und 36 °C äußert sie sich in Kältezittern, Schmerzen in Armen und Beinen und leicht erhöhtem Puls. Sinkt sie unter 34 °C, verliert der Mensch allmählich das Bewußtsein, allerdings ohne Kältezittern und ohne Schmerzen. Unter 27 °C kommt es zu tiefer Bewußtlosigkeit.

  • Bei schweren Unterkühlungen sofort Notarzt rufen.
  • Die unterkühlte Person in einen Raum mit Zimmertemperatur oder an einen windstillen Ort bringen; nasse Kleider entfernen und die Person warm einhüllen.
  • Wenn der Unterkühlte bei Bewußtsein ist, heiße, gezuckerte Getränke eingeben, aber auf keinen Fall Alkohol!
  • Unterkühlte dürfen nicht bewegt, die Gliedmaßen nicht massiert werden. Ruhend erwärmen lassen!
  • Bei Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen.

 

Erfrierungen

 

Erfrierungen

Bei Frost sowie bei hoher Luftfeuchtigkeit mit Temperaturen von weniger als + 6 °C können Erfrierungen auftreten. Besonders gefährdet sind Körperstellen, die durch Muskeln und Gewebe wenig geschützt sind, also Zehen, Finger, Nase und Ohren, oder Körperteile, die von der Bekleidung zu stark eingeengt werden, wie zum Beispiel die Füße.

  • Enganliegende Kleidung und Schuhwerk öffnen, und die erfrorenen Körperteile am besten durch Körperwärme erwärmen indem Sie die erfrorenen Hände, Zehen oder Ohren mit der Hand umschließen.
  • Die betroffene Person auffordern, die Gliedmaßen zu bewegen, oder Sie bringen durch Reiben die Zirkulation des Blutes wieder in Gang.
  • Bei leichten Erfrierungen helfen Wechselbäder, bei denen der betroffene Körperteil etwa drei bis vier Minuten in warmes Wasser getaucht wird. Danach etwa eine halbe Minute in kaltes Wasser tauchen.
  • Bei schweren Erfrierungen sollen die Bäder nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.

 

Elektrischer Schock

Ein schwerer elektrischer Schock kann Bewußtlosigkeit, Atemstillstand und Kreislaufstillstand verursachen. An der Stelle, an der der Strom in den Körper eingetreten ist, können tiefe Verbrennungswunden entstehen.

  • Stromkreis unterbrechen: Stecker herausziehen oder Sicherung herausnehmen.
  • Wenn dies nicht möglich ist, muß die verletzte Person von den unter Spannung stehenden Teilen getrennt werden.
Achtung,

daß Sie nicht selbst in das Spannungsfeld geraten: Suchen Sie nichtleitendes Material, zum Beispiel trockenes Holz, trockene Kleidung oder dicke Zeitungen, und stellen Sie sich darauf.
  • In dieser „isolierten“ Stellung nichts und niemanden berühren.
  • Versuchen Sie nun, das Opfer an seiner Kleidung aus dem Stromkreis wegzuziehen, oder heben und schieben Sie die Stromquelle mit einem nichtleitenden Gerät weg (trockener Holzbesen oder trockene Holzlatte).
  • Die verunglückte Person in Ruhelage bringen; Puls und Atmung kontrollieren.
  • Bei Bewußtlosigkeit in Seitenlage bringen.
  • Bei Atemstillstand mit der Mund-zu-Mund-Beatmung beginnen.
  • Bei Kreislaufstillstand mit der Herzmassage beginnen.
  • Schockgefahren bekämpfen und auf jeden Fall den Rettungsdienst rufen lassen.