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Gesundheit im Alter

Ginsengwurzel, kann sie Alterserscheinungen stoppen?

Die Wirkung der legendären Ginseng-Pflanze, der Mythos der Ginsengwurzel ist inzwischen relativiert, was heißt, Ginseng ist kein Wundermittel

Der Mythos der Ginsengwurzel ist inzwischen relativiert, was heißt, Ginseng ist kein Wundermittel. Nachdem standardisierte Ginseng-Extrakte hergestellt wurden, konnten auch exakte, kontrollierte wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkung der legendären Ginseng-Pflanze durchgeführt werden.

Inzwischen sind die Wirkstoffe der Ginsengwurzel analytisch-chemisch definiert. Es handelt sich um sogenannte Ginsenoide (glykosidähnliche Triterpen-Saponine). Wissenschaftliche Untersuchungen stellten fest, daß die Ginsenoide sehr wohl wirksam sind, wenn auch nicht
bei einmaliger Einnahme, sondern bei kontinuierlicher Einnahme in kleinen Mengen über mehrere Wochen hinweg.

 

Ginsengwurzel, kann sie Alterserscheinungen stoppen?

 

Die Untersuchungen ergaben folgende Wirkungen von Ginseng:

  • Natürlich-physiologische Stimulierung,
  • Allgemeine körperliche und geistige Leistungssteigerung
  • Verbesserung der Anpassungsfähigkeit des Organismus
  • Leichte Steigerung der Hirndurchblutung und Verbesserung der Merk- und Lernfähigkeit,
  • Verbesserung der Reaktion
  • Unspezifische Steigerung der Abwehrkräfte
  • Revitalisierung (Zurückgewinnung der Vitalität), das heißt Steigerung der Vitalität).

 

Diese Wirkungen der Ginsengwurzel sind allerdings nicht dramatisch – was bedeutet, Ginseng baut den Organismus allmählich, dafür aber um so dauerhafter auf. Fragt sich natürlich, mit welchen Nebenwirkungen diese Stimulierung erkauft wird.

Die bisherigen toxikologischen und pharmakologischen Studien konnten keine Toxizität (Giftwirkung), keine krebserzeugende Wirkung und keine Nebenwirkungen irgendeiner Art bei der üblichen Dosierung feststellen. Was den bisherigen Lehrsatz „keine Wirkung ohne Nebenwirkung“ widerlegt. Allerdings ist Ginseng nicht gleich Ginseng. Und wirksam ist auch nicht jedes Ginseng-Präparat; manche Präparate enthalten nur Spuren der teuren Wurzel.

 

Andere „lebensverlängernde“ Substanzen

Verschiedene möglicherweise revitalisierende und Alterserscheinungen minimierende Substanzen sind zur Zeit in wissenschaftlicher Erprobung. Doch wäre es verfrüht, sich allzu große Hoffnungen zu machen, vor allem auch deswegen, weil alle diese synthetischen Stoffe neben der Wirkung auch Nebenwirkungen haben.

Frischzellenkur

Die Wirksamkeit einer Frischzellenkur ist bis jetzt noch nicht wissenschaftlich exakt bewiesen. Und außerdem werden in letzter Zeit wieder sehr stark die möglichen Nebenwirkungen und eine potentielle Gesundheitsgefährdung durch die Übertragung von Krankheiten diskutiert. Sie sollten deshalb den Einsatz von Frischzellen erst einmal sehr kritisch beurteilen.

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Langlebigkeit, Voraussetzungen für ein langes Leben

Der Wunsch alternder Menschen nach neuer Jugend ist so uralt wie die Menschheit selbst, ein allgemeingültiges Rezept für Langlebigkeit gibt es jedoch nicht

Der Wunsch alternder Menschen nach neuer Jugend und Langlebigkeit ist so uralt wie die Menschheit. Doch einen Jungbrunnen gibt es immer noch nicht. Die Wirkung der meisten Geriatrika (Medikamente gegen Alterserscheinungen) ist eher gering. Doch gibt es ein paar Medikamente mit Substanzen zur Besserung der Hirndurchblutung, die individuell einen günstigen Effekt haben können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Medikamente und deren Nebenwirkungen.

 

Langlebigkeit, Voraussetzungen für ein langes Leben

Als günstigeVoraussetzungen für ein langes Leben können jedoch bei entsprechenden Erbanlagen gelten:

Richtig bemessene körperliche Betätigung während des ganzen Lebens, auch im Alter. Für ältere Leute eignen sich besonders: Wandern, Schwimmen, Gymnastik; sie sollten jedoch ihr individuelles Belastungsmaß kennen, denn Trimm-dich-Todesfälle alter Menschen werden immer häufiger.

Vernünftige Ernährung. Normalgewichtige Menschen leben länger – das ist wissenschaftlich bewiesen. Achten Sie also darauf, daß Sie nicht mit starkem Übergewicht ins Rentenalter gehen. Doch ernähren Sie sich vollwertig: Auch im Alter brauchen Sie eine eiweiß- und vitaminreiche, aber fettärmere Kost. Eine reine Eiweißdiät scheint allerdings für den Stoffwechsel alter Menschen nicht günstig zu sein. Essen Sie deshalb auch Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, aber keinen Zucker !).

Rauchen einschränken; vor allem starkes Zigarettenrauchen verkürzt die Lebenserwartung.

Seelische Gesundheit. Vermeiden Sie unnötige seelische Belastungen. Versuchen Sie sich in Toleranz und Großzügigkeit. Genießen Sie den Vorzug des Alters, die „Dinge laufen lassen“ zu können!

Geistige Betätigung. Versuchen Sie auch im Alter, sich geistig zu beschäftigen: Lesen Sie Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, beschäftigen Sie sich mit künstlerischen, sozialen oder politischen Problemen, diskutieren Sie darüber auch mit jüngeren Menschen. Hören Sie dabei aber mehr zu, Ihre eigenen Anschauungen kennen Sie ja schon zur Genüge.

Lassen Sie den Sex nicht einschlafen. Sex erhält Spannkraft und Lebenswillen und steigert die Abwehrkräfte. Sex im Alter ist heutzutage nicht mehr so tabuisiert wie früher!

Schaffen Sie sich ein Hobby an (Fotografieren, Filmen, Malen, Gartenarbeit, Rosenzüchten, Basteln von Holzspielzeugen, Stricken, Schneidern, Wandern, Reisen usw.). Hobbys erhalten jung und schaffen Ausgeglichenheit.

Organisieren Sie einen Männerabend oder einen Frauentreff. In jedem Stadtviertel oder in jedem Dorf gibt es eine Wirtschaft, wo sich ältere Menschen treffen können.

Achten Sie auf Krankheitszeichen. Gehen Sie bei Anzeichen einer Erkrankung (auch bei „simplen“ Erkältungskrankheiten) sofort zu Ihrem Arzt.

 

Die medizinische Wissenschaft wird in den kommenden Jahren die Lebenserwartung der Menschen mit Sicherheit weiter erhöhen können. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Arzt darüber.

 

Nehmen Sie jedoch nicht selbst Vitaminpillen in Überdosis (das kann gefährlich werden), und lassen Sie sich keine speziellen Mittel für alte Leute (sogenannte Geriatrika) von Nichtärzten aufdrängen.

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Unterschiedliche Alterungsprozesse des Körpers

Unterschiedliche Alterungsprozesse der einzelnen Organe des Körpers, z.B. das Gehirn altert in manchen Fällen früher, auch das Herz soll schneller altern

Die einzelnen Organe des Körpers altern unterschiedlich schnell (Unterschiedliche Alterungsprozesse); so sind zum Beispiel bei Frauen die Eierstöcke in den Wechseljahren einem raschen Alterungsprozeß ausgesetzt, während andere Organe noch keine nennenswerten Alterserscheinungen zeigen. Auch das Herz soll schneller altern; sicher aber kann das Herz älter werden, als ihm gemeinhin zugetraut wird: Viele der steinalt gewordenen Ecuadorianer hatten im Laufe ihres Lebens sogar kleinere unbemerkte Herzinfarkte erlitten, an denen Europäer meist gestorben wären.

 

Unterschiedliche Alterungsprozesse

 

Das Gehirn altert in manchen Fällen früher

Auch das Gehirn altert in manchen Fällen früher als der übrige Körper; es kommt zur Vergreisung des Geistes, zur Senilität – als Ausdruck von Unterernährung und Untergang verschiedener Hirnzellen meist hervorgerufen durch eine Arteriosklerose der Hirnarterien (Zerebralsklerose).

Diese im Volksmund „Verkalkung“ genannte Alterserscheinung zeigt sich durch Gedächtnislücken, Vergeßlichkeit, Mißtrauen, Intoleranz und „kindisches“ Verhalten; In schweren Fällen entwickeln diese Alten einen regelrechten Altersblödsinn. Oft führt die Zerebralsklerose auch zu Schlaganfällen.

Gedächtnislücken und Vergeßlichkeit im mittleren Alter sind jedoch meist kein Zeichen vorzeitigen Alterns, sondern die Folge übermäßigen psychosozialen Stresses. Allerdings können dadurch mangelnde Anpassungsfähigkeit und Spannkraft des Organismus entstehen, die frühzeitige Alterungsprozesse provozieren können.

 

Lebenserwartung und Aussehen

Auch wenn jemand schon mit 50 Jahren alt aussieht (Runzeln, welke Haut), läßt das nicht unbedingt auf seine Lebenserwartung schließen; denn trotz „alter Haut“ können die lebenswichtigen Organe noch völlig gesund sein. Das gleiche gilt für frühen Zahnausfall (meist ein Zeichen mangelnder Zahnhygiene) und graue Haare.

Ebensowenig lassen ein alt aussehender Körper oder eine altersbedingte Gebrechlichkeit auf einen starken geistigen Abbau schließen. Oft bleibt der Geist noch jung und frisch, wenn der Körper schon längst gealtert ist.

Ganz allgemein lassen die Körperfunktionen mit zunehmendem Alter zwar nach, vor allem die Anpassungsfähigkeit:

So Wundheilung, Ausscheidung von Giften, Reaktionszeit, pH-Regulation im Blut, Abwehrreaktionen. Zuckertoleranz, Wärme-Regulationsmechanismen und Muskelkraft.

Auch Libido und sexuelle Potenz lassen im Alter nach, wiewohl dieses Nachlassen vielfach nur psychische Gründe hat: Interessierte und rege ältere Leute können sexuell sehr wohl noch aktiv sein. Und andererseits fördert sexuelle Aktivität im Alter auch die psychische, geistigeund körperliche Spannkraft.

 

Alterserscheinungen und Alterskrankheiten

Häufige Alterserscheinungen und Alterskrankheiten sind neben der Zerebralsklerose und der Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, die zu Angina pectoris und auch zu Herzinfarkten führen kann, degenerative Gelenksleiden (Arthrose) als Zeichen von Abnutzungserscheinungen oder Stoffwechselstörungen der Gelenke, Altersschwerhörigkeit und Alterssichtigkeit sowie Pigmentstörungen der Haut (Alterspigmentierung). Man spricht häufig auch von „Alterskrebs“. Ohne Frage ist Krebs bei älteren Menschen häufiger als bei unter 50jährigen.

Das mag auch damit zusammenhängen, daß die DNA älterer Menschen bereits Verschleißerscheinungen aufweist und so außerplanmäßige Zellbildungen erleichtert werden; doch meist liegt es einfach daran, daß manche Krebsarten Jahrzehnte brauchen, bis sie Schmerzen bereiten oder entdeckt werden.

So dauert es zum Beispiel etwa 30 Jahre, bis sich ein Lungenkrebs aus ersten Vorstadien zu einem Krebsgebilde entwickelt, das kaum mehr unter Kontrolle zu bekommen ist.

Noch immer wird Lungenkrebs meist erst in diesem späten Stadium erkannt.

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Sinnvoll gestalteter Lebensabend, planen Sie voraus

Ein sinnvoll gestalteter Lebensabend ist wichtig, denn Leere und Unausgefüllt sein schwächen die Anpassungsfähigkeit und die Abwehrkräfte des Organismus

Jeder sechste Einwohner Europas ist über 65 Jahre alt. Individuell bleiben diese alten Menschen körperlich und geistig länger leistungsfähig als Alte in früheren Zeiten. Um so mehr sind alternde Menschen in einer Leistungsgesellschaft vor das Problem der Selbstverwirklichung gestellt. Oft werden sie von Gefühlen des Ausgestoßenseins, der Einsamkeit und mangelnder Existenzberechtigung gequält.

 

Sinnvoll gestalteter Lebensabend

 

Das Ansehen eines Menschen mit zunehmendem Alter

Während in früheren Zeiten das Ansehen eines Menschen mit zunehmendem Alter stieg, sinkt heute sein sozialer „Stellenwert“, Auch die Geborgenheit in Großfamilien, in denen die Alten einst ihnen gemäße Aufgaben erfüllen konnten, ist weitgehend verlorengegangen. Heute werden sie oft allein gelassen oder in Altenheimen untergebracht, wodurch wichtige soziale Kontakte, zum Beispiel auch der Umgang mit jüngeren Menschen, erschwert werden. So geraten Alte vielfach in schwere Depressionen: Sie werden psychisch krank und müssen – wenn ihnen nicht geholfen wird – manchmal jahrelang mit ihren Leiden leben, statt  sinnvoll gestalteter Lebensabend.

 

Sinnvoll gestalteter Lebensabend

Sinnvoll gestalteter Lebensabend heißt auch, daß Sie sich als älterer Mensch je nach Ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten Hobbys zulegen, wandern, reisen und Geselligkeit suchen. Sicher – so einfach ist das nicht, wenn Sie bis zu Ihrem 60. oder 65. Lebensjahr hauptsächlich in Ihrem Beruf eingespannt waren und kaum Zeit fanden zu „leben“. Einen erfreulichen Lebensabend zu verbringen, das erfordert eine gewisse Vorbereitung. Wenn Sie bis dahin mehr oder weniger nur durch Ihren Beruf „ausgefüllt“ waren, herrscht plötzlich im Renten- oder Pensionsalter gähnende, tödliche Leere.

Tödlich auch im wahren Sinn des Wortes, denn Leere und Unausgefüllt sein schwächen die Anpassungsfähigkeit und die Abwehrkräfte des Organismus – nur so ist der häufige frühe Tod im Rentenalter zu erklären.

 

Planen Sie für den Lebensabend

Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt weiter leicht an. Doch viele Menschen sind in ihrem Lebensabend ratlos: Der berufliche Streß hat auf einmal aufgehört, die Kinder brauchen einen schon längst nicht mehr, auf einmal ist die große Leere da. Diese psychisch-geistige Leere wirkt sich ungünstig auf die körperliche Verfassung, vor allem auf Herz und Gefäße und das Abwehrsystem aus. Trotz medizinischer Bemühungen sterben deshalb viele Menschen bereits einige Jahre nach Beginn des Rentenalters.

 

Was können Sie tun ?

Sinnvoll gestalteter Lebensabend. Planen Sie für Ihren Lebensabend ! Freuen Sie sich darauf, endlich Zeit für Ihre Hobbys und kulturelle oder soziale Interessen zu haben. Stellen Sie plötzlich fest, daß Sie eigentlich kein Hobby haben, suchen Sie sich ein passendes.

  • Suchen Sie Kontakt und Diskussionen mit gleichaltrigen und jüngeren Menschen.
  • Suchen Sie sich eine sportliche Betätigung, oder halten Sie an ihr fest – Tennisspielen können Sie beispielsweise noch mit 75 Jahren;
  • Schwimmen Sie, und treiben Sie Gymnastik.
  • Vernachlässigen Sie den Sex nicht, der Abfall der Potenz ist mehr eine psychische denn eine körperliche Sache. Sex erhält jung und stärkt die Lebensfreude.

 

Geselligkeit

Pflegen Sie gesellige Sportarten wie beispielsweise Kegeln, Boccia, Eisstockschießen oder Wandern; auch Kartenspiel oder eine Diskussion am Stammtisch oder in einer Hausfrauenrunde (Stricken, Teppichknüpfen, Malen, gemeinsamer Besuch kultureller Veranstaltungen usw.) erhöhen die Lebensfreude. Halten Sie Kontakt mit Ihren Kindern und Enkeln, mischen Sie sich aber nicht in deren Angelegenheiten – genauso wenig, wie Sie sich von Ihren Kindern die Gestaltung Ihres Lebensabends vorschreiben lassen sollten.

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Durchschnittliche Lebenserwartung, wie lange leben wir ?

Wer hat Aussicht auf ein langes Leben, von grundsätzlicher Bedeutung für die durchschnittliche Lebenserwartung sind die Erbanlagen

Die durchschnittliche Lebenserwartung für gesunde Erwachsene beträgt heute etwa 74 Jahre bei Männern und 76 Jahre bei Frauen. In bestimmten Hochgebirgstälern Ecuadors und im Kaukasus erreichen Menschen oft ein biblisches Alter von über 100 Jahren, ja es wird sogar von etwa 140jährigen berichtet. Die Ursachen hierfür sind noch nicht hinreichend erforscht, sicher aber liegen sie nicht nur in gesunder Ernährung oder in langer körperlicher Betätigung,
sondern auch in vererbten Eigenschaften des Organismus.

 

Durchschnittliche Lebenserwartung, wie lange leben wir ?

 

Die Erbanlagen

Von grundsätzlicher Bedeutung für die durchschnittliche Lebenserwartung sind die Erbanlagen, das heißt der ererbte Organ – und Gewebetyp. Doch nicht jeder, der einen alten Vater, eine alte Mutter oder altgewordene Ahnen hat, wird selber auch alt. Denn die Erbanlagen sind bei jedem Familienmitglied anders kombiniert: Die Anlage für Langlebigkeit kann also beim Bruder
vorhanden sein und bei der Schwester fehlen.

Entscheidend für den Alterungsprozeß und die durchschnittliche Lebenserwartung sind aber auch Krankheiten, schwere Belastungen und die individuell verschieden starke Abnutzung der Zellen im Laufe eines Lebens. So kann selbst ein Mensch mit der Anlage zur Langlebigkeit vorzeitig sterben, wenn wichtige Organe durch dauernden Streß, falsche Ernährung oder durch Krankheiten geschädigt werden.

 

Desoxyribonukleinsäure (DNA)

Doch sind die Alterungsprozesse noch nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich beginnen sie schon bei der Geburt. Unsere Lebensdauer hängt also davon ab, wie langsam oder wie schnell dieser Prozeß verläuft. Man nimmt an, daß die Desoxyribonukleinsäure (DNA), die Trägerin der Erbanlagen und der „Lebensfaden“ in der Zelle, nach jeder Zellteilung geschädigt wird.

Die DNA verliert bei folgenden Zellteilungen immer mehr die Fähigkeit, sich vollständig zu verdoppeln: das heißt, die DNA der alten, absterbenden Zelle hat der DNA der neugebildeten Zelle nicht alle lebenswichtigen Informationen mitgegeben, ja zum Teil können Informationen sogar verfälscht worden sein.

Der „Lebensfaden“ DNA wird dadurch verkürzt oder verschlissen. Altern ist also DNA-Verschleiß: Die unvollständig oder unregelmäßig kopierte. DNA kann die Bildung von Eiweißkörpern nicht mehr ganz programmgemäß steuern. Es bilden sich vermehrt Eiweißkörper mit falscher Struktur, die funktionsunfähigen Zellen beginnen sich zu vermehren, worunter die Funktionsfähigkeit verschiedener Organe leidet.

Die DNA einer jeden neuen Zelle wird also immer einen Bruchteil verschlissener, unvollständiger sein als die der abgestorbenen oder alten Zelle. Dieses dauernde ungenaue Kopieren führt schließlich früher oder später einmal zum Untergang ganzer Zellverbände und damit zum Tod.

Für ein ewiges Leben wäre also Voraussetzung, daß jede neue DNA jeweils das exakte Ebenbild der alten Desoxyribonukleinsäure ist.

Diese Idealforderung wird nicht einmal von den Samen – und Eizellen erreicht – selbst ihre DNA erleidet im Laufe der Jahre Schäden. Die Folge ist zum Beispiel, daß Frauen ab etwa 30 vermehrt Kinder mit Mißbildungen zur Welt bringen.

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Gesund im Alter und geistig fit

Ob Geistige, Seelische, Soziale oder Körperliche Gesundheit im Alter, Bewegung ist eine der markantesten Voraussetzungen um gesund im Alter zu bleiben

Der Teil der Medizin, welcher sich mit den Erkrankungen im Alter beschäftigt ist die Geriatrie. Veränderungen im Stütz- und Bewegungsapparat, welche oft verschleißbedingt auftreten, aber auch Erkrankungen der inneren Organe und des Nervensystems sind meist charakteristisch für ältere Menschen.

 

Gesund im Alter

 

Lebenserwartung

Die mittlere Lebenserwartung ist für Männer und Frauen unterschiedlich und liegt beim 80ten Lebensjahr, wobei Frauen älter werden als Männer. Dafür sorgt die moderne Medizin mit ihren steigenden Möglichkeiten Krankheiten zu erkennen, zu heilen oder zu lindern.

Die Menschen e r l e b e n in unsere jetzigen Zeit Krankheitsbilder, die es vor hundert Jahren aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung in diesem Maße nicht gab. Die moderne Medizin macht es möglich. In der Regel ist es nicht nur eine Erkrankung, die dem Körper zusetzt, sondern mehrere Krankheiten treten parallel auf.

Dieser Beitrag soll sich bewusst nicht den Krankheiten im Alter, sondern der Gesundheit zuwenden. Die Krankheiten an sich sind in den speziellen Rubriken bearbeitet. Sicher haben die erlebten Jahre Ihre Spuren hinterlassen und mehr oder wenig häufige Einnahme von Medikamenten ist oder erscheint notwendig.

 

Geistig gesund im Alter

Was nutzt es am Leben zu sein, wenn man das gar nicht mehr selbst wahrnehmen kann? Diese provokative Frage muss jeder für sich beantworten und entsprechend vorsorgen, um lange gesund im Alter zu sein.

Trifft man ehemalige Arbeitskollegen zufällig auf der Strasse wieder, die in Rente gegangen sind, stellt man oft Veränderungen fest. Auch wenn das Äußere noch das Gleiche ist, erscheinen Gespräche irgendwie anders zu verlaufen als gewohnt und zu verflachen. Andere wiederum scheinen kaum verändert, wirken agil und geistig fit. Rentner, die „niemals Zeit haben“ sind hier sicher in einem gewissen Vorteil.

Der Schlüssel liegt also in geistiger und körperlicher Aktivität, in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.  Beispielsweise die Volkshochschulen bieten für kleines Geld einiges für die geistige Aktivität. Das Internet bietet ebenfalls einiges zu diesem Thema.

Ein wichtiger Aspekt besteht in der Notwendigkeit beide Hirnhälften zu trainieren.  Die rechte Hirnhälfte steht für Kunst und Kreativität, die linke für Rationalität und logisches Denken. Das Spielen eines Musikinstrumentes kann eine große Hilfe dabei sein.

 

Seelisch gesund im Alter

Voraussetzung für die seelische Gesundheit ist die geistige Fitness bzw. die geistige Gesundheit. Seelischen Erkrankungen, wie Demenz, Depression und beispielsweise Sucht gilt es vorzubeugen. Auch wenn die Entstehungsprozesse oft noch nicht geklärt sind, liegen auch hier Lösungen für die Gesundheit auf der Hand.

  • Im eigenen Leben positive Höhepunkte schaffen und Freude erleben ist ein Schlüssel.
  • Positives Denken, das halbvolle oder eben halbleere Glas, erleichtert vieles im Leben.

Auslöser für seelische Erkrankungen können erlebte Krisensituationen sein, die nicht entsprechend verarbeitet werden konnten. Im Alter stehen immer häufige Verluste von nahe stehenden Personen oder gar des Partners durch Tod oder auch durch schwere Erkrankungen an. Eigene Erkrankungen und damit verbundene Einschränkungen gilt es zu verarbeiten. Menschen, mit denen man kommunizieren kann, werden weniger, haben keine Zeit oder sind nicht mehr in der Lage ein gutes Gespräch zu führen.

  • Suchen Sie sich Menschen mit denen Sie reden können und wollen.
  • Reden Sie offen und ehrlich über Ihre Probleme, wenn Sie einen Menschen haben, dem Sie vertrauen.
  • Suchen Sie sich rechtzeitig professionelle oder ehrenamtliche Hilfe. Auch die Kirche kann unter Umständen Unterstützung geben.

 

Sozial gesund im Alter

Großfamilien mit bis zu vier Generationen in einem Haus gibt es in Deutschland nur noch selten. Ein Mehrgenerationenhaus wäre schon eine Lösung ist aber aus mehreren Gesichtspunkten heraus schwer zu realisieren.

Eine ganze Pflegeindustrie hat sich mit Unterstützung eines Versicherungswesens aufgebaut und nimmt die Aufgaben ab, die früher selbstverständlich von der eigenen Familie geleistet wurden. Man kann dazu stehen wie man will, der Fakt ist nicht wegzureden. Die Anzahl alter und sehr alter Menschen steigt.

Eine funktionierende Familie in einer Gesellschaft, die immer mehr die Individualität, also die Rechte der einzelnen Person stärkt, wird seltener. Das finanzielle Ruhekissen eines Gesamtfamilienhaushaltes fällt weg und wird durch andere Finanzierungen, wie eben durch Versicherungen ersetzt.

Soziale Gesundheit wird heute vor allem in Freundschaften, Vereinen oder geschäftlichen Verbindungen erfahren. Offenheit und Engagement ist Voraussetzung für soziale Gesundheit. Ehrenamtliche Tätigkeit kann Ihnen und anderen helfen.

 

Gesund im Alter

Interessant zum Thema Soziale Gesundheit im Alter ist auch die Seite Deutsches Zentrum für Altersfragen. Bei der Seite handelt es sich um ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, dessen Zweck es laut Satzung ist, Erkenntnisse über die Lebenslage alternder und alter Menschen zu erweitern, zu sammeln und auszuwerten.

 

 

 

Körperlich gesund im Alter

Ob im Geiste oder realisiert durch den Körper, Bewegung ist eine der markantesten Voraussetzungen für Gesundheit.  Unsere Ernährung muss auf die Bewegung abgestimmt sein. Je mehr ich mich bewege darf ich essen und umgedreht – wenn diese Bilanz nicht stimmt und der Bewegung zu wenig ist, kommt es zwangsläufig zu Übergewicht.

Natürlich spielt auch die Qualität unserer Nahrung eine Rolle, denn Nahrung stellt nicht nur dem Körper Energie zur Verfügung. Viele Stoffe wie Flüssigkeit, Mineralien, Vitamine, Ballaststoffe und verschiedene andere Bausteine werden mit der Nahrung aufgenommen und im Körper verarbeitet. Ernährungsdefizite bei einseitiger Speisekarte wirken direkt auf den Organismus und sind besonders im Alter ein wichtiger Ansatzpunkt für Krankheiten.

Austrocknung und Muskelrückgang sind mit die wichtigsten Kennzeichen für Alterungsprozesse. Trinken von mehr als zwei Litern Flüssigkeit, am Besten als Tee oder Mineralwasser und regelmäßiges Training nach einem Programm nach Ihren Neigungen und Möglichkeiten um lange gesund im Alter zu sein