Bluterkrankheit (Hämophilie) im Blut fehlt der Blutfaktor VIII

Artikel von gesundheitssinne in Blut, Immunsystem

In etwa 75 Prozent der Fälle ist die Bluterkrankheit vererbt, die Anlage zur Bluterkrankheit können sowohl Frauen als auch Männer an ihre Kinder weitergeben

Die Beschwerden treten normalerweise schon in der Kindheit auf: Bereits das Krabbeln kann Blutergüsse an Knien und Ellenbogen verursachen, Schnittwunden und Verletzungen bluten sehr lange, Stürze können zu inneren Blutungen, angeschwollenen Gliedern und Schmerzen in Gelenken führen.

 

Bluterkrankheit (Hämophilie) im Blut fehlt der Blutfaktor VIII

 

Ursachen

Im Blut fehlt der sogenannte Blutfaktor VIII, der für die Blutgerinnung notwendig ist. In etwa 75 Prozent aller Fälle ist die Bluterkrankheit vererbt. Die Anlage zur Bluterkrankheit können sowohl Frauen als auch Männer an ihre Kinder weitergeben. Bluterkrank werden jedoch fast ausschließlich Männer.

 

Erkrankungsrisiko

Bluter in der Verwandtschaft können darauf hinweisen, daß auch andere das Gen in ihren Erbanlagen tragen. Frauen oder Männer, die solche Verwandte haben und sich Kinder wünschen, können sich bei einer genetischen Beratungsstelle darüber informieren, wie groß die Chance ist, ein gesundes Kind zu bekommen. Die Krankheit wird nicht mit Sicherheit auf das Kind übertragen. Ob das Kind Bluter sein wird, läßt sich im Frühstadium der Schwangerschaft feststellen.


Mögliche Folgen und Komplikationen

Behandlungsmöglichkeiten haben die Gefahr von Lähmungen oder frühzeitigem Tod erheblich verringert. Größere Verletzungen können allerdings lebensgefährlich sein. Das Leben als Bluter ist durch die ständig drohende Gefahr und die fortwährende Abhängigkeit von ärztlicher Betreuung sowohl für die Betroffenen als auch ihre Familie eine große Belastung.

 

Vorbeugung

Bei Verletzungen kann eine rechtzeitige Injektion von Faktor-VIII-Präparaten verhindern, daß die Gelenke dauerhaft Schaden nehmen.

Sobald Sie den Verdacht haben, daß die Blutgerinnung Ihres Kindes gestört ist, sollten sie zum Arzt gehen.

 

Selbsthilfe

Gefährliche Sportarten meiden. Keine Medikamente einnehmen, die die Blutungsgefahrerhöhen (z. B. Mittel mit Azetylsalizylsäure wie Aspirin). Meist lernen die

Betroffenen, in welchen Situationen, wie und in welcher Menge sie sich die Faktor-VIII-Präparate selbst injizieren können.

 

Behandlung

Bei ernsthaften Blutungen müssen Arzt oder Ärztin so bald wie möglich ein Mittel mit Blutfaktor VIII infundieren. Je nachdem, wie stark die Blutung ist, kann es notwendig sein, diese Infusion in den nächsten fünf bis zehn Tagen mehrmals zu wiederholen.