Arthrose, Abnutzungs – oder Verschleißerscheinung

Arthrose ist die typische Abnutzungs – oder Verschleißerscheinung, wenn für lange Zeit die Belastung der Gelenke größer war als ihre Belastbarkeit


Beschwerden

  • Gelenkschmerzen, die bei Bewegung langsam nachlassen, aber nach längerer Belastung wieder auftreten.
  • Geschwollene Gelenke.
  • Knötchen an den Mittel – oder Endgelenken der Finger.
  • Schmerzen beim Drücken aufs Gelenk.
  • Sie werden unbeweglicher.

 

Arthrose,  Abnutzungs - oder Verschleißerscheinung[adrotate banner=“10″]

 

Ursachen

„Verschleiß“ als Ursache erscheint einleuchtend. Wer sein Leben lang schwer gearbeitet hat, darf „abgenutzte“ Gelenke haben. Und doch plagt nicht alle Schwerarbeiter im Ruhestand „das Rheuma“. Sicher fördert die Angst vor einer möglichen Unselbständigkeit die Entwicklung der Krankheit. Auch ständige Traurigkeit, Mut – und Hoffnungslosigkeit verschlimmern die Gelenkbeschwerden.


Folgende Bedingungen beschleunigen den Gelenkverschleiß:

  • Fehlstellungen im Skelett: X- oder O-Beine, Hüftluxationen.
  • Unbehandelte Meniskusverletzungen.
  • Schlecht verheilte Knochenbrüche.
  • Leistungssport.
  • Deutliches Übergewicht für lange Zeit.

 

Erkrankungsrisiko

Ab dem 50. Lebensjahr hat die Hälfte der Menschen arthrotisch veränderte Gelenke. Doch in bestimmten Berufen steigt das Erkrankungsrisiko deutlich an, so zum Beispiel das der Kniegelenkarthrose bei Dachdeckern, Bergleuten (46 Prozent) und Büroangestellten (24 Prozent). Bei Fliesenlegern und Steinmetzen ist sie sogar als Berufskrankheit anerkannt. Das gleiche gilt für die Arthrose des Ellenbogengelenks bei Bauarbeitern, die ständig einen Presslufthammer bedienen.

Eine entsprechende Anerkennung fehlt jedoch immer noch für die Arthrosen von Putz- und Hausfrauen. Hüftarthrose haben 43 Prozent der Bergleute, 28 Prozent derjenigen, die Lasten tragen müssen, aber nur sechs Prozent der Büroangestellten.

 

Mögliche Folgen und Komplikationen

Bei ständiger Überbelastung wird der Knorpel schlecht ernährt. Er wird rau und fasert auf. Abriebteilchen reizen die Gelenkinnenhaut. Sie entzündet sich. Das Gelenk wird nicht mehr ausreichend geschmiert. Entzündungszellen sondern Stoffe ab, die den Knorpel auflösen.

Wegen der Schmerzen bewegen sich die Betroffenen nicht mehr ausreichend, die Muskulatur verkümmert, und der Knorpel wird noch schlechter ernährt.

Bei Kniegelenkarthrose verformen sich die Beine leicht x – oder o-förmig. Schwere Deformierungen wie bei der chronischen Polyarthritis braucht man bei Arthrose allerdings nicht zu befürchten.

 

Vorbeugung

Regelmäßige Bewegung, die alle Gelenke gleichmäßig belastet, zum Beispiel Schwimmen, Radfahren, Langlauf. Auch die regelmäßigen täglichen zehn Gymnastikminuten halten beweglich.

Wenn die Beschwerden Sie ernsthaft beeinträchtigen, sollten Sie zum Arzt gehen.

 

Selbsthilfe

  • Geben Sie sich morgens Zeit für Ihre „Anlaufphase“.
  • Sorgen Sie im Tagesverlauf für Pausen.
  • Vermeiden Sie lang anhaltende einseitige Körperhaltungen und Bewegungen.
  • Übergewicht abbauen.
  • Geeignete Sportarten: Schwimmen, Radfahren.
  • Schuhe mit weichen Sohlen schonen die Beingelenke.
  • Bei Hüftgelenkarthrose: Benutzen Sie auf der gesunden Seite einen Handstock.

 

Behandlung

Regelmäßige, angemessene Bewegung kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen. Nur so bekommt der Knorpel die notwendigen Nährstoffe.


Physikalische Therapie

Geeignet sind: Wärme, Hochfrequenzstrom, Infrarotlicht, Ultraschall, Packungen, Massage, Heilgymnastik.


Behandlung mit Medikamenten

Salben können die Schmerzen lindern. Nichtsteroidale Antirheumatika halten die Schmerzen erträglich, besonders vor den Übungen. Kortison ist bei Arthrosen praktisch nie notwendig.


Operationen

Operationen, die Fehlstellungen korrigieren, können Gelenke oftmals noch lange funktionsfähig erhalten. Ständig schmerzende und die Beweglichkeit beeinträchtigende Hüftgelenke können auch bei älteren Menschen noch durch ein Kunstgelenk ersetzt werden.

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